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Erfundene Experimente
316 Sal commune mit dem vierten Theile Kalk geſchmol—
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zen, in einem verlutirten Schmelz- Tiegel, und dieſeMaſſe mit Wein⸗ Eſſig ſelvirct, filtriret, und bis zumAnſchießen evaporiren laſſen;(o wird das Salz alsrunde Kuͤgelchen anſchiaßen, wie Vosgeiſchrot.Sal commane mit halb ſo ſchwer lebendigem Kalk ver-miſcht, in einem Tepfe oder C dine? Tiegel wohl eregluͤen laſſen und dann mit Wein- Eſſig ausgclauget,filtriret, und den Eſſig evaporiren laſſen; ſo bleibt einſettes, braunes, fpes, ohlichtes Gals zurück.Sab commune. in Waſſer ſolviret, und alsdann dieſeSolution drey Tage und Nächte beſtändig am Feuergekochet, und dieſes Kochen durch Zugießung heißenWaſſers alſo unterhalten, und Caen zuletzt ganz einko-chen laſſen; fo erhaͤlt man ein Stuͤck Salz, das durch-ſcheinend iſt, als Chrpſtall.Dieſes Stuͤck Salz klein zerſtoßen, und wieder in Waſ-ſer ſolviret, alsdann in einem Topfe mit ſtetem Waͤllenauf einmal eirgeſotten; fo ſchlaͤgt fid) an die Seitendes Topfes ein ſehr ſubtiles gelblichtes Salz an, zuGrunde im Topſe aber bleibt ein zartes graues Salzliegen.Dieſes ſubtile Salz an den Seiten des Topfes, wohlpulveriſiret, in einen Glas- Kolben gethan, miteinem Helme verlutiret, ſucceſſive Feuer gegeben, undalſo getrieben; ſo ſteigt ein gelber Sublimat auf.Dieſen gelben Sublimat in einen Schmelz- Tiegel gt»than, und im Feuer gelinde geſchmolzen; fo findet jid)darinnen lebendiges Queckſüͤber.Sal commune in einem heißgemachten eiſernen Mör.ſel mit der Kaͤule woht umgeruͤhret; ſo wird das Salzdavon als ein gans zarter Gries erſcheinen, wovon mannun fo viel verfertiget, als man vonnothen hat. EVon dieſem aiſo bereiteten Salze Löffel, weiſe in eineſteinerne glüenbe Retorte getragen, durch eine Duplata,und eine große glaͤſerne Vorlage verlutiret; fo actarte