12 Von den Erztgebirgen, Bergweſen,
2. Erklaͤrung,
Noch eines wichtigen Punctes ijt allhier bey der Abhand-lung der prima Materia XIctollorum zu gedenken, wie ſichnamlich Mepnungen finden, welche zugeſtehen wollen, daßdie Metalle alle, jedes aus ſeinem eigenen Samen, in derErde wachſen und hervorkemmen; welche Meynung zwardie Mannichfaltigkeit der Metalle, ſammt iprer beſondererWeſenbe t, zu beweiſen ſcheint: aber, weil wir durch die uͤber—zeugende Natur ſeben und finden, daß dieſelbe für das mieneraliſche Reich, und alſo für die Metalle, nebſt denen anedern unzaͤhlich vielen Ausgeburten und Creaturen des mine—raliſchen Reichs, worunter Steine und Sand, ja unfer gan»zer Erdboden mit begriffen iſt,(als welcher auch mit unterdieſes Reich gehoͤret,) keinen beſondern Samen, wie in beenen andern benden Natur-Reichen, beſchieden und vorberei—tet hat; ſondern denſelben vielmehr aus den Elementen er—langet, das if, inuncdiate von Hitze und Kälte abſtammet,welche durch die geoffenbarte Begreigichkeit, wie unſere Luftſelbſt bezeuget, mit ihren nitroͤſen Schwefel-Daͤmpfen fattefam weiſet, daß die Coagulation der Erde in ihnen fo vielvermag, den Urſprung der Steine und Metalle hervorzu—bringen;(o mag ein jeder daraus ſelbſt abnehmen, was es
im Natur- Grunde mit dem metalliſchen Samen fuͤr eineBeſchaffeuheit habe.
Erklarung.
Wir finden durch lange nachgeſchlichene natürliche Wirkung, daß bey den inctattiſchen Erzten, in ihren Gaͤngenund dern der(S de, Be mögen aleich reich gediegen undfir, oder flüchtig un d unreif von Metallen ſeyn, kein eigentelicher Samen ecc Seraehrung eder ſerneren Fortpflanzungzu finden noch anzatreſßen ey; außer derer beyden Realgar,
Schwefel und Arent, wocaus uns die Natur ſpuͤren läßt,dag fie des Geldes uno Suders nähſter Urſtand, und daher oroc ſprrdhlich aus denselben gcibachſen ſehn. Weil wiraber,
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