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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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246 Von den Erztgebirgen, Bergweſen,

nächſter Biuts-Verwandter fen, und in eben den Graden,der Natur nach. wie Mutter und Tochter, da eines aus demandern ſeinen Urſprung hat.

7. Anmerkung.

Wißmuth, Kobold und Arſentkel-Kieſe ſind von einander darinnen unterſchieden, daß der Wißmuth, nebſt dem Xv»ſenik und der blauen Farbe, auch einen ſproͤden halb- u alli.ſchen Kegulum giebt, nebſt ſeinem oͤftern Silber-Gehalte;der Kobeld nur eine blaue Farbe inſonderheit, nebſt ſeinemSilber. Gehalte; die Arſenikal-Kieſe aber gar nichts, alsihren 2G feni£, und zuweilen auf einigen Gebirgen einen Eifen» G att zeigen, wie um Reichenſtein und Saalſeld: osvon noch gar vieles zu berichten waͤre.

3. Grundſatz.Die weißen oder fahlen Arſenikal-Erzte gebenin Ungarn Kupfer und Silber.

Beweis.

Dieſes ift im Vorhergehenden durch die Arſenikal-Erzteam Carpathiſchen Gebirge in Ober-Ungarn bewieſen mereden; wo von dieſem in Deutſchland gar unbekaunten Eczte,laͤhrlich viel Kupfer geſchmolzen wird.

Schluß.

Dahero hat der Arſenik vielerley Behauſungen, worinnen er fib, als in feinem Aufenthalte, unterhalten laͤßt. Ermuß, feiner Flüchtigkeit wegen, weil er nirgend gerne geduldet wird, mit Süber, Kupfer und Eiſen Freundſchaft maechen, unerachtet er oft einem Metall mehr ſchaͤdlich, als nüf«lich iſt; 1:20 iſt er an feiner Weſenheit nach wohl zu erken-nen: aber was er eigentlich bey ſich im Grunde beſitzt, magaus ihm, dem bloßen Anſehen nach, nicht enidecket werden.

& Mure