358 Wie die Erzte geroͤſtet, geſchmolzen,
5. Anmerkung.
Dieſe hier angeführte An uick-Arbeit mit dem Mercrio, iſt diejenige, die zu jcbi zen Selten. zu Schemnitz in Un garn , ua? zu Notapanien und Herrmanſtadt in Siebenbuͤrgen ,getrieben wird, wodurch das gediegene Gold aus ben Quar—zen gebracht wird, die vorhero durchs Pochen und Waſchenzu Schlich gemacht worden. An andern Orten Deutſchlau-des it(ie noch wenig bekannt, aufier im Zitterihale, bey Ma-rienfurth-⸗Zell, im Stifte Sal)burg, an der Tyroler Gränze.
2. Grundſatz.Gold⸗Erzte, die einem febr flüchtigen Schwefelgleichen, müͤſſen durch den vehementen Weg gezeiti-get und fir gemacht werden.
Beweis.
Es weiſt uns die Erfahrung, daß unſere deutſchen Gold-Erzte, die wir in den Tage ⸗Ilotzen zu finden und anzutreffenpflegen, eines ſehr fluͤchtigen Schwefels ſind, die an und fürſich ſelbſt durch das Röſten, wenn fte ins Feuer geleget mereden, eher verrauchen, als zu Metall ſchmelzen werden. Daßdieſes aber nicht alſo geſchehe, ſo vermiſche man ſie nur miteiner Talk, Art, bie ſich, beſonders auf großen Gebirgen, eherals Kies finden laßt,(es ijt aber hier von keinem gemeinenrohen Schwefel Kieſe zu verſtehen, ſondern von einem fof»chen, der einen eraltitten Schwefel in fid) fübret, und im An.ſehen vor einem gemeinen Schwefel- oder Kupfer-Kieſe wohlzu erkennen ift, und im Vorhergehende oft beſchrieben mereden,) ſetze ſolche, nach vorher ſchon angewieſener Probe, ineine oͤffentliche Roſt⸗Stätte, und bedecke fie oben mit ſolchemTalk Erzte, und[affe dann den Roſt angehen, damit derKies ent zuͤndet werde, und den ihm zugeſetzten Talk ergreiſe,ſich darinnen einlege und eine neue Generation verrichte, daßfib der Talk von dem Schwefel des Si fes, als feines Gei—ſtes, wird verbeſſert finden: welcher Roſt alsdann ganz unge.hindert