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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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372 Wir die Erzte geroͤſtet, geſchmolzen,

und fein ſitzen laſſen. Dieſes mag nun allbier vom Arſenik,ſeines ſelbſt eigenen Beweiſes nach, auch geſaget und darge-than werden; denn er führet auf ſeinen geſchwolnden gannur das mit ihm auf einem Gange und in einem Erzte aeſtandene Geld, mit welchem er ſeiner Geburt und Weſenheitnach, vermiſgter Weiſe in prima Ente geſtanden, und überwelches er auch, ſeſerne ihm kein Widerſtand c iges Con-tarii geſchießt, die Gewalt bat, mit fid) fert in die ohe.Was te et und praͤcipitiret nun in ſolchem den Ar ſenik?Sein Contrarium, das Alcali, darinnen muß fi der Arſe-nik ergeben, und das Gold körperlicher Weiſe im Schmelzen hinter fid) zuruͤck laſſen.

8. Grundſatz.Subtiles Gold-Erzt und Silber-Erzt, dergleichen auch der Schlich von Koͤrnern, muͤſſen in be:ſondern Tiegeln geſchmolzen werden.

Beweis.

Daß tiefe zugerickteten fubtlen ſowohl Geld- als Silber

Gute und Schlich, die Gewalt des» qrofien blaſenden domesFeuers in dem offenen Schmelz- Ofen nicht vertragen mögen,ſondern in feiiem bald auſſteigen und davon fliehen wuͤrden,hat uns eines Theils die Erfahrung ſchon gewieſen; andernTheils aber die Natur an die Hand gegeben, daß dieſe Criteſich in dem Angriff des wefentlichen Kohlen Feuers, als wel-ches ſie zerſtoret, und vermege itres feurigen Schwefels, welchen ſie ebenfalls beſitzen, nicht ergeben, noch mit dem ibmzugeſetzten Bley vermischen mögen;(denn ein anders ift, aufoffentlichen glͤenden Kohlen ein Erzt zu ſchmelzen; ein an.ders aber iff es, in einem beſchleſſenen Gefäße, nur mit derHitze d des Feuers: und wer dieſes erwaget, bat wieder eindide er Wiſſenſ apt ger offen). Wenn aber dieſer fbrileGolo, ode. Silber Schlich in ſeiner Röſtaug gut eingebei-jet, und mit getorntem Bley geroſtet und zuſammen gekrampet, in vor erwähnen greßen Schmelz Tiegeln geſchmolzen,und