408 Wie die Erzte geroͤſtet, geſchmolzen,
ſaͤumet werde. Die Stellung zu dem Auslaugen der Kieſe,konnen große weite Faſſer ſeyn, darinnen unten Löcher gebeh-vet fiit, und die alsdann mit Haͤhnen verſehen werden, daßdie Lauge möge davon abgelaſſen und zum Einſieden wurgebracht werden. Darum müffen dieſe Faͤſſer auf Sáuneroder große Holzer geſetzet werden, damit die ſelben boch lie.gen, und gut abgezapfet werden mogen. Di⸗ Geſchwindig-keit und Behutſamkeit, die hierbey erfordert wud, mag einjeder ſelbſt ablernen. Es koͤnnen auch hierbey einige eiſerneKeſſel eingemauert werden, um heißes ſiedendes Waſſermachen zu können, die mit gerèſtetem Kies oder Erde gefuͤll-ten Faͤſſer damit zu uͤbergießen, wodurch dieſe Extraction be,fordert wird. Wat das Holz zum Waſſerkochen koſtet, ge.winnt man an der Zeit wieder, daß ſolche Auslaugung ba»mit geſchwinder von ſtatten geht.
6. Erklaͤrung.
Wenn man alte große Berg Halten und vitrioliſche Erdeund dergleichen, nebſt ihren Vüriol-Kieſen, auszulaugenbat; fe kann auch die Auslangung auf dergleichen Bettengeſchehen, wie man ſonſt die Alaun-Erde unb Alaun Schie—ter auszulaugen pfleget: welches zwo ſchief⸗ liegende Waͤndeſind, die zu benden Seiten eine große Menge dergleichenVitriolRoſt faſſen mögen, welche(o lange mit Waſſer undſchwacher Lauge uͤbergoſſen werden, bis man findet, daß dieLauge ſaturiret, und zum Einſieden tuͤchtig ſev. Die Waͤndemüͤſſen auf einem erhabenen feſten Geruͤſte ſtehen, und mitSeiten- Bändern von Holz wohl verwahret ſeyn; auch unteneine Rinne haben, wodurch das Waſſer zur Auslaugungablaufen, und in ein untergeſetztes Faß fließen mag. Esmuß hierbey gute Obacht gehalten werden, daß der Roſtwohl begoſſen, und ſolches nicht verabſaumet werde; auch,wenn die abgegangene Lauge zu ſchwach ift, dieſelbe ebenfallswieder hinauf aufe Bette oder Lager gießen, und alfo fid)wol erſättigen laſen. So müre dieß denn eine behendeArbeit, die im Großen koͤnnte getrieben werden; indemman