1 Wie die Erzte geroͤſtet, geſchmolzen,
8. Anmerkung.Es ift aber erben noch dieſes zu gedenken: daf der Vi.
triol in keinen eiſeruen Keſßan mag geſotten werden, mie etawa der Salpeter oder die Potaſche; ſondern es muͤſſen hier.zu eine beſenbere Art ſtache und niedrige Pfannen von Bleygegoſſen werden, gleich denen kupfernen Brau Pfannen,car innen muß der Vierlol, gleichwie der Alaun, bis zu demZeſchen des Anſchaſſes,(welches ducch ein klein wenig zurProbe genommenes erkannt wird,) gejetten, alsdann daszeuer wengethan, und die eingekochte Solution ausgeſchöͤ-pret, und zum Auſchuß in Faͤſſer hingeſetzet. Die Solutioneder erſle auge des Vitriol- Fieſes wird mehr als einmaleingekocht, und mit friſchem Auſgießen alſo wiederholet, bisman gedenket eine gute Quantitat von Vitriol darinnenbepſammen zu haben. Im Anſchießen werden duͤnne bir—kene Reißchen in die flachen Jaſſer geleget, daran denn derVitelol, seiner Art nach, fid zu bángen pfleget, und in gro
ßern Stücken abfällt.
Der Schweſel, wenn er nun, als ein Mehl und Subli—mat, ven bem Gewölbe des Schwefel Zugs rein ab gekehrtund bepſeite geſetzet worden; fo ſchmelzet man denſelben inverſchiedenen dar zu verfertigten Gefaͤßen, die oben mit einemc babenen Deckel vermafret ſind. Wenn nun der Schwe-fel wohl geſchmelzen, fo ſchopſet man das Reine ab, undgeßt Schwefel- Stangen davon, und was ſonſt beliebetwird; der grobe Theil, welcher ſich zu Boden dieſer Haͤſenf'Get, wird allein gethan, und für die Pferde verkaufet.