und zu Gute gemacht werden ſollen. 423
Arſentk. Dampfe, durchs Schmelzen in ein blaues Glas ge»bracht werden, das wieder klein gemalen und zum ſubtielenPaloer gebracht wird: und dieß ilt die ſogenannte blaue
Schmalde.Schluß.
Auf die ſen vorhergehenden kurzen Beweis ift der Schlußzu machen, was mit dieſem oder jenem Kobold oder Wiß-muth in der blauen Farbe zu machen ev. Hält derſelbe ei-ne hohe Farbe, alo, daß er viele Theile Kieſel neben fid)zum blauen Glaſe färbet; fo ift derſelbe gut zu nutzen:färbt er aber wenig Theile Kieſel zu Glaſe ; fo ift er zuſchlecht. Auf das Silber iſt nun bey demſelben inſonder-heit zu ſehen.
5. Erklaͤrung.
Der Kobold und Wißmuth ſoll zu der blauen Farbebereitet, in einen dazu erbaueten großen Ofen abgeroͤſtetund abgebrannt, unb ſeines Arſeniks alfo befreyet werden.Es ſoll der Ofen aber ſo groß ſeyn, daß funfzig bis hundertZentner Kobold auf einmal darinnen mogen eingeſetet unbabgeroͤſtet werden; der Rauch oder Arſenik davon ober, ſolldurch einen ſonderlichen Fang, der auf ſolchen Farbe⸗Wer-ten der Gift Sang genennet wird, durch zwo lange Mauern,die oben zugewoͤlbet, und nach hundert Schritten Langeeinen geraden Winkel machen, und wieder mit gleicher Langefortgeſühret ift, hinten auf mit einem Schorſtein aufgeſetzetwerden: wie im vorhergehenden Capitel beym icf Röſtenund Schwefel Fang, if vorgeſtellet worden. In dieſemGewölbe wird nun der Arſenik, welcher dem Zuge desSchorſteins zueilet, meiſtlich aufgefangen, daß er fid obenanleget, unb wenn man denket, daß es Zeit ift, ſolchen einmal abkehren und in beſondere Kaͤſten bringen läßt.(Daßman ſich nun auch bey dieſer ſehr gefährlichen Verrichtung,wegen feiner Geſundheit, behutſom aufzufuͤhren hat, werdendiejenigen miffen, die ben Arſenik kennen.) Wenn dasFeuer ausgegangen, und der Roſt geendet ijt; fo wird das
D 4 Reſidu-