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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
Entstehung
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und Grundſäaͤtze des zweyten Theils.

2. Alle Flüͤſſe in Schleſien geben Gold, beſonders die in denErzt⸗ Gebirgen, darunter der Zocken, die Iſer, und derBober , die vornehmſten ſind 72

Das V. Capitel.Wie metalliſche Klüfte und Gaͤnge auszuforſchenund auszukundſchaften fub 75

Grundſaͤtze.

Je reicher und vollkommener die Metalle in einem Erzteſind, je reiner und geſchmeidiger ijt auch deſſelben GangeGeſtein 15

z, Die Natur kann in der Erde kein metalliſches Erzt gene»riren und auszeitigen, es habe denn dieſelbe zuvor ſich ein

ordentlich Gang Geſtein bereitet 773. Je ſeichter und gerader ein Erzt-Gang in bie Erde geht;je reicher und edler werden die Metalle darinnen 78

.Der Schatz eines ijt. Ganges liegt in der Tiefe verboregen, und die obern Anbrüche ſind den untern nicht gleich

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Alle Erzt⸗ Gänge haben in der Erde ihr Streichen, wo fienaͤmlich in den Gebirgen zugehen; und daraus mag ihreDauer und Güte erkannt werden 19

6. Gaͤnge, die vom Morgen gegen Abend ſtreichen, das ift,in der zwölften Stunde des Compaſſes, und ſaiger ſtehen,halten gerne Gold; die von Abend gegen Morgen aber.Silber 80

7. Erzt Gange, die vom Mittag gegen Mitternacht ihrHaupt Streichen in der ſechſten Stunde haben, und fof.

ger in die Erde ſtehen, geben gemeiniglich Kupfer

8. Durch die Unterſuchung der Vorgebirge, wird der metal»liſchen Erzte ihre Natur und Wefenheit entdecket£a

9. Durch das Ausgehende der Gaͤnge, oder deren Gegendberum, in den Haupt ⸗Gebirgen, wird ihr Streichen undFortſetzen verrathen

Lehr.