Salz (Natrum17
Bis zum Anfange des gegenwärtigen Jahr-hunderts zählte man das Natrum den chemischeneinfachen Substanzen bei. Fourcroy erklärtezwar dasselbe für eine Zusammensetzung aus Talk-erde und Stickstoff, Deformes und Morveau.für eine Zusammensetzung aus Talkerde und Was-serstoff, keine dieser Behauptungen ist aber durchdie nöthigen Gründe unterstützt worden. NeuerenVersuchen von Davy zu Folge sind sowohl dasKali, als Natrum zusammengesetzt, und zwar sindsie Metalloxide. Dieser Chemiker theilte in derSitzung der Königl. Societät zu London vomigten November 1807 seine Versuche mit, denenzu Folge er' vermittelst des Hydrogenpols einerstarken Voltaschen Säule aus 200 (nach An-dern 5 oc>) Plattenpaaren von Quadratzollendie Reduktion der feuerbeständigen Alkalien dadurchbewirkt hat, daß er dieselben im kaustischen Zu-stande nm schwach befeuchtet, so daß sie geradegut genug leiteten, in den Kreis derselben brachte, dadann binnen kurzer Zeit am Hydrogenpole metallische,glänzende Kägelchen gleich Quecksilber erschienen.
Das aus dem Kali seynsollende Metall zeigtefolgende Eigenschaften:
Es zog den Sauerstoff aus der Luft sehrbegierig an und wurde wieder zu Kali. — MitWasser in Berührung gebracht, entzündete es sichmit Explosion und Flamme und wurde dabei wie-der zu Kali, welches sich aus dem Wasser darstel-len ließ. — Wegen dieser großen Geneigtheit sichzu oxidiren, ließ es sich nur unter Aether oderOel aufbewahren. — Bei einer Temperatur von3 o — 3s Grad Fahr. (nach Andern 4o Grad)ist es fest und dehnbar, in höherer Temperatur istes flüssig wie Quecksilber. — Es verbindet sichwie andre Metalle mit Schwefel und Phosphor;«sc. rechn. Enc. LXXXIV. Theil. B eben