Salz (Natrum,). 35
warmen Jahreszeit verdunstet das Wasser, und esbleibt eine Schichte Natrum zurück, welche miteisernen Stangen vom Boden losgebrochen wird.
Das Natrum dieser Seen hat eine schmutzigweiße, fast braungelbe Farbe; einen salzigen Ge-schmack; es knirscht zwischen den Zähnen, und imMunde bleibt eine Nachempfindung zurück, wievom Geschmack des Kochsalzes, welcher mit etwasBitterem vermischt ist. Die Stücke von Natrum,so wie sie im Handel vorkommen, sind huglichtund gleichsam aufgeblähet; auf dem Bruche ha-ben sie eine graue Farbe und sind etwas körnig.Jedes Stück besitzt einen schwachen Grad vonDurchsichtigkeit; auf glühenden Kohlen wird esundurchsichtig und kleine Theile desselben verkni-stern. Oftmals bildet es krystallinische Massenvon sehr beträchtlicher Festigkeit und Härte, sodaß man sogar die Mauren von Kasser, einemeingefallenen Fort, daraus erbauet hat. Von die-ser großen Härte ist das beigemengte salzsaureNatrum die Ursache.
Vertheilet erklärt die Bildung desNatrums in diesen Seen auf folgende Weise:Die Umstände, welche zur Bildung des Natrumsnothwendig erfordert werden, sind: Sand, derviel kohlensaure Kalkerde enthält, Feuchtigkeit, dieGegenwart von kohlensaurem Natrum; auch be-günstigen die Stängel von Schilfrohr, welchesan diesen Orten wächst, die Produktion des Na-trums ungemein.
Der kalkhaltige Sand, welcher mit einer be-ständigen Feuchtigkeit getränkt ist, kann als eineAuflösung von salzsaurem Natrum betrachtet wer-
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*) Ueber die Gesetze der Verwandschast in der Chemie. Ueber,setzt von C. G. Fischer, S. 142 ». f.