8) Salz (phosphorichtsaures).
stellen. Man sublimirt Phosphor durch gepulver-ten, ätzenden Quecksilber ublimat in einer Glas-röhre und leitet die dadurch gebildete flüssige Ver-bindung von phosphorichter Saure und Salzsäurein Wasser, wodurch die Verbindung zerlegt, salz-saures Gas entwickelt und durch Eoncentrationverflüchtiget wird. Bei dem Erkalten bildet diephosphorichte Säure, nach Davy, eine weiße kry-stallini.che Masse. Die Mi chung dieser Säureist nach
Davy Thenard BerzeliusPhosphor 5"?,i5 4y,53 56,53
Sauerstoff 4s,85 5s,4y 43,4y
100,00 100,00 100,00
Bleibt die phosphorichte Säure längere Zeitmit atmosphärischer Luft oder SauersioffgaS inBerührung, so wird sie in Phoöphorsaure verwan-delt, welche Umwandlung jedoch sehr langsam er-folgt ^und nie ganz vollständig ist. Bester gehtsie von Statten, wenn die Säure mit einer be-trächtlichen Menge Wasser verdünnt worden war.Wird sie mit Kohle geglühet, so wird sie aber,wie die Phoöphorsaure, zersetzt, die erhaltenen Pro-dukte sind kohlensaures Gas und Phosphor. Aufdie übrigen einfachen brennbaren und nicht brenn-baren Stoffe äußert sie nur wenig Wirkung.
Die Schwefelsäure wirkt in der Kälte nichtauf diese Säure, wird aber Siedhitze angewendet,so giebt jene an diese einen Theil ihres Sauerstoffsab und die phosphorichte Säure wird in Phos-phsrsäure verwandelt. Auch die Salpetersäure be-wirkt bei Anwendung der Wärme sehr schnelldiese Umänderung. Dieses giebt ein bequemesVerfahren an die Hand Phosphorsäure zu berei-tn. Man mischt phosphorichte Säure, welche