Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
112
JPEG-Download
 

nr

Salz (Quecksilber,).

ches als ein weißes unauflösliches Pulver zu Bo-den fallt. Wird die Auflösung des Kochsalzes zuder Auflösung des Quecksilbers in Salpetersäuregeschüttet, so scheidet sie sich augenblicklich in zweiAntheile: in salpetersaures Quecksilber mit einemUebertchuß von Oxid, welches als ein weißes un-auflösliches Pulver zu Boden fällt und in salpe-tersauceS Quecksilber mit einem Überschuß derSäure, welches aufgelöst bleibt. Wird die Auf-lösung des Kochsalzes zu der Auflösung des Queck-silbers in Salpetersäure geschüttet, so wird sichnur ein Theil des Oxids mit der Salzsäure ver-binden, ein andrer Theil wird als salpetersauresQuecksilber mit einem Ueber chuß der Basis ausder Auflösung niederfallen. Der nach Scheel'sVorschrift erhaltene Niederschlag ist demnach, nachChenevix, nicht mildes salzsaures Quecksilber,sondern ein Gemenge aus diesem und salpeteckau-rem Quecksilber, mit einem Ueberschuß der Basis.

Will man reines salzsaures mildes Quecksil-ber erhalten, so muß man, nach Chenevix, dasQuecksilber ohne Mitwirkung der Wärme in derSalpetersäure auflösen, in welchem Falle keinUeberschuß von Oxid vorhanden ist. Unterstütztman aber die Auflösung durch Wärme, so mußdie Auflösung des Kochsalzes mit etwas Salz-säure vermischt werden. Im ersten Falle,- wennnämlich die Auflösung kalt bereitet wurde, scheidetsich kein salpetersaures Quecksilbersalz mit einemUeberschusse der Basis aus; im zweiten, wennzur Auflösung Wärme angewendet wurde, wirddieses Salz durch die gegenwärtige freie Salz-säure zersetzt.

Buch holz hat durch Versuche die Unrich-tigkeit der Behauptung Chenevix's gezeigt; ob-gleich gegründet ist, daß, so wie eine Auflösung

des