Salz (tattiarinderisaures). 255
weit leichter, als der Weinsteinrahm auf. DieAuflösung hat keine Farbe, schmeckt nur wenigsäuerlich, röchet die Lackmustinktur und schlagt diesalpetersaure Ömecksilberauflösung zu weißen Flockennieder Das Kali fällt aus der Tamarindensalz-auflösung einen nicht beträchtlichen erdigen Nie-derschlage Mit dem Natrum oder Mineral-Al-kali gesättiget gab diese Säure kreisrunde, strah-lige und sternförmige Krystalle/
Schon Bergmann hielt die Tamarinden^säure für einerlei mit der reinen Weinsteinsäüre.Nach ReHius sehen die Krystalle des saurenTamarindensalzes wie Fischschuppen aus, haben einebraune Farbe, schmecken sauer, werden vom Wasserschwer aufgelöst, spritzen, auf Kohlen gestreut, größtemtetttheils wie feines Mehl davon, hinterlassen abereinen Rückstand, welcher schmilzt und nach ge-branntem Weinsteine riecht.
Mit zerflossenem Wcinsteinalkali oder wein-steinsaurem Kali gesättiget gab die abgeklärte Ta-marindenabkochuttg ein vollkommenes Mittelsalz,welches süßlich schmeckte. Wurde dieses Salz mitTamarindensäure übersättiget, so schied sich ausder Auflösung ein weißes, dem Weinsteinrahmenähnliches Pulver ab, welches sich auch, wie die-ses, im Feuer erhielt.
Die Kalkerde giebt mit der Tamarindensäureein dem Weinsieinselenit ähnliches Salzwesen, wel-ches, wie dieser, durch die Schwefelsäure zersetztwurde. ReHius hielt demnach das saure Täma-rindensalz für eine Art von Weinstein Nnd be-merkte dabei, daß die Tamarinden noch MehrSäure in sich enthielten, als matt aus der geläu-terten Abkochung zum Allschießen bringen kann.
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