Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
274
JPEG-Download
 

274

Salz (Thonerden-).

welcher etwas Schwefelsaure und das zum Fällenangewandte Alkali enthält.

Die unter Nummer 4 angeführten dreifachenoder Doppelsalze der schwefelsauren Alaunerdewerden auf folgende Weise gebildet:

s) Zersetzt man das oben angeführte saureSalz mit etwas schwefelsaurem Ammonium, sokrystallisier dasselbe in octaedrischen Krystallen,welche große Ähnlichkeit mit dem Alaun haben.

b) Wendet man statt des Ammoniums ^schwefelsauren Kalis an, so entsteht der Alaun.

c) Mit schwefelsaurem Kali und Ammoniumentsteht ein dem Alaun ganz analoges Salz.

ä) Wendet man statt des schwefelsaurenKalis schwefelsaures Natrum an, so erhält man«attischen Alaun, welchen John im Jahre 1808entdeckte. Er krystallisirt in dicken, 6 seitigen Ta-feln mit schiefer Endfläche, verwittert oberflächlichund hat die Eigenschaft des Alauns.

Man unterschied ehemals die schwefelsaureAlaunerde nicht gehörig vorn Alaun; nur durchVauquekin'S und Chaptal's Abhandlungen dar-über wurde dieAufmerksamkeit der Chemisten mehrdarauf gelenkt. Sie verbindet sich auch mit einer ^größeren Menge Säure, schmeckt dann sehr zusanu !menziehend, ist noch auflöölicher im Wasser undröchet die Lackmustinktur.

Vauquclin, in den ^.nri. cle Cchimie, 1. XXII, jp. 258. >

Chaptal, daselbst, p. 280. ^

John's chemische Schriften, 2ter Biu, S. i6r.

Dessen Wörterbuch der allgem. Chemie, 4 ter Bd.,rste Abtheil., S. 176.

Klaproth und Wolfs, chemisches Wörterbuch, 4terBd., Si. 707.

/tiiNLl«! Ue (.Niinie, xxtk.

S?)