Salz (minöses). Salz (vegetabilisches). 287
und zweiten Anschüsse erhält, sind nur gewöhntcheS Kuchensalz, bei der dritten und folgendenKrystallisation erscheint hingegen das wahre schmelz-bare Urinsalz in geschobenen Vierecken. Da esnun erforderlich ist, daß diese salzige Flüssigkeit vorjeder Krystallisation wieder bis zum Krystallisa-tionöpunkte abgeraucht werden muß, so ist gewiß,daß bei dem Abdunsten jederzeit etwas Ammo-nium verloren geht und dieserhalb ist es auch nö-thig, der Lauge vor jedem Abdunsten etwas fri-schen rectisicirten Weingeist beizusetzen. Der Dr.Buchholz hat auf diese Art i3o Pfund Urinbearbeitet und davon nicht mehr als 9 Loth wah-res schmelzbares Urinsalz erhalten. Er versuchteauch, ob die bei den ersten Anschüssen erhaltenenwürflichten Krystalle durch hinzugesetzten frischenUringeist noch schmelzbares Urinsalz lieferten; alleinvergebens. Die davon erhaltenen Krystalle wa-ren von den zuerst erhaltenen gemeinen Kuchen-salzkrystallen in nichts unterschieden. Die vorzüg-lichsten Eigenschaften, die dieses Salz vor andernhat, sind: i) daß es sehr flüssig ist; 2) hat eseinen kühlen Geschmack auf der Zunge; 3) stießtes auf glühenden Kohlen, wie eine Perle zusam-men; also wahrscheinlich das Th. i33, S. äi?u. f., angeführte Perlsalz.
Salz (urinöses), s. den Art. Laugensalz, Th.66, S. n5.
— (Ulinfaures), s. blasensteinsaureö Salz,Th. i33, S. 5s3.
— (vegetabilisches), Vegeralsalz; Sei veAetal,eine Benennung des tartarisirten Weinsteins, wel-che Benennung deutsche Chemisten den Franzosennachahmten; s. auch den Art. Laugensalz, Th.66, S. 126., Auch die getrockneten' Eytracte der
Pfian-