Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
407
JPEG-Download
 

Sah (zitronensaureS). 427

genett Flüssigkeit war aber, nebe» der Salpeter-säure, Essigsäure befindlich.

Fourcroy und Vauquelin fanden beiWiederholung dieser Versuche, Westrumb's Aus-sage bestätiget. Sie erhielten bei der Behandlungder Zitronensäure mit einer beträchtlichen MengeSalpetersäure, Kleesäure und Essigsäure, jedochletztere in weit reichlicherer Menge, als erstere.

Man findet übrigens die Zitronensäure nichtbloß in dem Safte der Zitronen, sondern auch indem Safte mehrerer säuerlichen Früchte, z. B. indem Safte der weißen, rothen und schwarzen Jo-hannisbeeren, der Erdbeeren, der Himbeeren, Ha-gebutten, Preißelbeeren, Stachelbeeren, Brombee-ren, Kirschen, Ananasse rc. In vorzüglich reichlicherMenge wird diese Säure in dem Safte der unreifenWeintrauben angetroffen. In Jahren, wo manwegen theuren Preises der Zitronen, diese nichtgut zur Abscheidung dieser Säure anwenden könnte,würde man den unreifen Traubensaft mit Vortheilhiezu anwenden können. Merkwürdig ist es je-doch, daß, so wie mit der Wärme die Reifungder Trauben fortrückt, die Zitronensäure nach undnach verschwindet, so daß in dem Safte der ganzreifen Trauben keine Spur davon anzutreffen ist;in ihre Stelle treten dann krystallisirbarer undflüssiger Zucker und ein wenig Gummi, welchedurch den Vegetationöprozeß aus jener Säure ge-bildet wurden,

Die Bestandtheile dieser Säure sind den beider trocknen Destillation derselben erhaltenen Pro-dukten zufolge: Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauer-stoff, in den oben, S. 4c>6, angegebenen Ver-hältnissen.

Cc 4

Die