Salzarbeiker. 4z;
weggeführt werden, der Salzverlust viel beträcht-licher, als bei einer geringeren Soole und stärke-ren Tröpfelung.' Der Eradirer wird daher wohlthun, wenn er eine sehr arme, nur auch wohlilöthige Soole über die ersten Falle der E-radir-anstalten besonders dann etwas geschwinder tröp-feln läßt, wenn starke Winde gehen; eine reicheSoole, die schon über es oder i5 hoch Salzenthält, aber nicht zu schwach tröpfeln läßt, wel-ches vorzüglich dann der Fall seyn muß, wennder Wind sehr stark geht.
Er muß die Soole bloß auf derjenigen lan-gen Seite der Wände tröpfeln lassen, auf welcheder Wind stoßt, bei windstillem Wetter läßt sichdieses aber auf beiden Seiten bewirken. Wollteman bei windigem Wetter auf beiden Seiten tröp-feln laßen, so würde der Wind, dem man über-dies Zuglöcher gelassen hat, die Soole durch dieentgegengesetzte Wand treiben und über Bord wer-fen, wo sie dann unwiederbringlich verloren seynwürde. Am fruchtbarsten wirken die Winde, wennsie in einem rechten Winkel auf die Gradirwandstoßen; allein dies ist nicht immer der Fall, weilsie sehr abwechseln und bald in einem rechten,bald in einem schiefen Winkel stoßen, ja bald pa-rallel mit den langen Seiten der Dornwände aufdie Gradirhäuser stoßen. Man sagt daher imersten Fall: der Bau habe geraden, im zweiten:schiefen und im dritten Kopfwind. Der ersteund letzte treffen die Gradiranstalten weit seltener,als der zweite, nämlich der schiefe Wind. Beidem geringsten schiefen Winde muß der Gradirerbloß diejenige Fläche der Wände gradiren lassen,worauf der Wind auffällt. Bei windstillem Wet-ter ist nicht zu befürchten, daß die Soolenkägel-
Ff 4 chen