S >Mk?iter.
458
Nächten etwas fruchtbar, und andern Theils kannMangel an Aussicht, der hier leicht zu erwartenund zu befürchten ist, von lehr nachtheiligen Fol-gen seyn. Der Gradirer darf nur, wenn etwaein widriger Wind eintritt, die Tropfhähne offenlassen und der Schade k-mn in einer einzigenNacht gleich sehr beträchtlich seyn. Wo einUeberstuß an Soole vorhanden ist, auch das Gra-dirwerk mit hinlänglicher Bewegungskraft versehenworden, um die Soole zu wältigen, da kann manschon eine Ausnahme von der Regel machen unddie Gradirung des Nachts fortsetzen; es dürsteaber doch wohl nicht anzurathen seyn, eine bereitsdurch Gradirung ziemlich erhöhete Soole der un-gewissen Nachtwitterung zu überlassen.
Der Gradirer muß die Soole so langetröpfeln lassen, bis sie auf den verlangten Gradder Veredlung gebracht worden. Hierüber läßtsich nun freilich im Allgemeinen nichts Genauesbestimmen, weil man die Preise der Brennmate-rialien hier mit zu Rathe ziehen muß, um diese,mit dem Werthe einer- erhcheten Gradirung zubalanciren, wonach man erst dann seine Einrich-tung treffen kann.
Wo die Soolquelle nur schwach ist, da ist cöüberhaupt nicht rathsam, die Gradirung so weitzu treiben, als da, wo die Quelle ergiebiger ist;denn im ersten Fall würde der Verlust, den derWind an der concentrirten Soole verursacht, undwas davon verschüttet wird, zu kostbar seyn, s»wie man dann auch die Gradirung schon um des-willen nicht bis zur Sättigung treiben darf, weilsich sonst die fremden Beimischungen unter demSieden nicht hinlänglich scheiden, folglich das Salzverunreinigen würden. Nach des Salzinspectvrs