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Am Besten ist es, daß bei großen Gradierbauen, man einem jeden Gradirer seinen zu be-sorgenden Theil abmißt. Hat ein Gradirbau zwei IDornwände und keine Dornwand unter dem Dache'so kann ein Mann s 5 o Fuß, nach dem Längen- irnaaß gerechnet, versehen, und sowohl das Ansprühen,als die Stellung der Hähne besorgen. Ist aberdie dritte Wand unter dem Dache angebracht, soist es nützlicher, wenn man besondere Dachgradi-rer bestellt, welche sowohl die Hähne stellen, alsdie kleinere obere Wand benetzen; dahingegen dieuntern bloß ansprühen und allenfalls, wenn derDachgradirer den Wind nicht genug observirt, sol-chem zurufen kann, wenn er die Hähne anders stel-len soll. In diesem Fall können dem oberen Gra-direr sowohl, als dem unteren, jedem 3oo Fußzur Bearbeitung gegeben werden. Es versteht >sich übrigens hierbei, daß die Soole durch Ma-schinen auf die Gradirhäuser geleitet wird, wodiese Förderung aber durch Handpumpen gesche-hen muß, da hat ein Gradirer vollauf zu thun,wenn ihm bei einem einwändigen Bau roo undbei einem zweiwändigen 60 bis 70 Fuß zur Bear-beitung gegeben werden.
Auf großen Salzwerken giebt es ordentlicheGradirwachten und besondere Gradirwacht-stuben. Die Gradirwacht besteht aus Gradir- lWärtern, welche die Gradirwerke bei der Nachtzu versehen haben. Die Stube, in welcher sichsolche aufhalten, muß den sämmtlichen Gradirge-bäuden so nahe als möglich liegen. Um dieMannschaft auch in besserer Wachsamkeit zu er-halten, müssen die Nachtgradirer die Nachtwäch-r rstelle vergehen. Bei einigen Salinen, auf wel-chen die Siedhäuser nahe an dem Gradirgebäude