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stehen, müssen die Salzsieder die Nachtwache be-sorgen und der Gradirwärter hat sie nur am Sonn-tage Nachts.
Daß übrigens die Wachtstube geheitzt wer-den kann, versieht sich schon von selbst, damit sichdie Gradirer im Winter darin erwärmen können.Zu Sulz am Neckar, sind diese Wachtsiuben be-sondere an die Gradirhäuser gebaute kleine Ge-bäude. Zu Schwäbischhall ist an dem ersinn undletzten eine Gradirwache angebracht. Bei einigenSalinen werden sie auch unter die Dächer der Gra-dirgebäude gelegt. Man sehe auch den Art. SalzrindSalzsiederey, Th. i3s, S. 438 u.f., nach.
Die Verrichtung des Salzsieders,Salzsöders, Salzwirkers, besieht hauptsäch-lich darin, daß er den Siedungsprozeß, s. Th.i33, S. 76 u. f., bearbeite. Außerdem muß ersich das benöthigte Brennholz selbst herbeifüh-ren und dazu angehalten werden, daß er von kei-nem andern Holzhausen, oder wenn die Feuerungin Torf oder Steinkohlen besieht, von keinem an-dern Ort dergleichen nehme, als der ihm von sei-nem Sodenmeisier angewiesen wird, damit dieserjedesmal den Aufwand des ausgegangenen Bran-des genau wissen kann. Die Sieder dürfen we-der Tag noch Nacht die Salzpfannen verlassen;nicht nur, damit der gehörige Feuersgrad fort-während genau beobachtet und der Pfanne so-gleich geholfen werde, wenn sie auszulaufen an-fängt, sondern auch, damit das Feuer selbst inbeständiger Aufsicht bleibe und keine Fcuersgefahrzu besorgen stehe. Man ordnet deshalb jederPfanne zwei Sieder zu, welche sowohl am Tage,als bei der Nacht mit einander abwechseln, undsich so die Arbeit einander erträglich machen.