Salzquelle. 64z
bestimmt sind. T^ie Oefen aller Sudhäuser ha-ben folgende Einrichtung:
An den beiden langet: Seitenwänden desOfens liegen unter der anlaufenden Fläche ge-mauerte Kanäle, die bis an die Hintere Wand desOfens gehen. Auf jedem Kanal befinden sichzwei Oeffnungen, durch die sich der Rauch in dieKanäle zieht. Von diesen Kanälen laufen zweiZüge durch die Trockenkammer, in der sie an derHintern Wand senkrecht hinauslaufen und in demüber der Trockenkammer befindlichen Salzmagazinewieder horizontal zurückgeführt sind. Diese Zügebestehen aus blechernen runden Röhren.
Jede Pfanne ist 20 Fuß lang und 16 Fußbreit. Die drei Pfannen, die bloß zum Setzenbestimmt sind, sind nur i 3 Zoll tief; die übrigenhaben aber eine Tiefe von Fuß. Der Bo-den der Pfanne hängt nicht an Pfannmbäumen,sondern er ruht auf steinernen Pfeilern. DieBäume, welche über den Pfannen liegen, dienennur dazu, um die Salzkörbe dazwischen zu stellen.Hinter jeder Pfanne ist noch eine kleine Pfannebefindlich, in welche die Lauge gefällt wird, diedarin noch ein schmutziges Kochsalz absetzt. Eswird hier Tannen- und Fichtenholz, auch solcheHolzkohlen, wie in Frankenhausen verbrannt. Zueinem Gesöde werden im Durchschnitt 3 KlafterHolz verbraucht. Die Klafter ist 6 Fuß lang,33 Fuß breit und 6 Fuß hoch.
In den Siedhäusern, die nur eine Pfannehaben, kocht die Soole sieben Stunden, wobeikeine Setzpfannen gebraucht werden. Ist diesesgeschehen, so wird keine Soole weiter in die Pfannegelassen, sondern der PfanNenboden durch Krückengereiniget und das Salz schießt hierauf in siek-
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