644 Salzquelle.
zehn Stunden, unter gelindem Aufwallen derSoole, an.
In dem Siedhaufe, worin die vier Pfannenliegen, wird die Soole in einer Pfanne gekocht.Nach dem Kochen bleibt sie eine Stunde ruhigsiehen, damit sich die Erden zu Boden senken.Hierauf wird der Zapfen in der Pfanne geöffnetund die Soole in eine der drei übrigen Setzpfan-nen geleitet, die .Fuß tiefer liegen, als dieKochpfanne. Sowohl das Sieden, als Sehendauert hier eben so lange, als bei den andernPfannen.
Jährlich werden hier 4oo Centner Glaubensalz gemacht, davon der Centner zu Ende des venwichenen Jahrhunderts mit 6 Rthlr. verkauft wurde.
Die Lauge, welche in den kleinen Pfannen,s. oben, S. 643, übrig bleibt, wird in einem be-sonderen Kessel so lange gekocht, bis sich das Koch-salz geschieden hat; dann wird sie in flache Ge-fäße gefällt, worin das Glaubersalz anschießt.Das Salzwerk gehört jetzt an Preußen.
Kö tschau, im MersebUrgischen, hat einerder ältesten Salzwerke, welches im dreißigjährigenKriege zerstört, nachher aber wieder aufgebauetwurde. Die Soolquelle wurde durch gebohrte,' eingerammte Röhren aus der Tiefe herausgefor-dert. Dieser Unbequemlichkeit suchte man aberdadurch abzuhelfen, daß man einen Schacht 65 El-len tief machte, in welchem die Soole zu Tage kam.
Kotten oder Salzko.tten, im Pader-bornschen, hat 5 bis 6löthige Salzquellen, welcheAlaun und Schwefel bei sich fähren.
Kreuzburg, einEisenachsches Amt, welcheseinige Salzquellen besitzt.
Kr eu zna ch, im Pfälzischen, hat Salzquellen,
Lüne-.