Salzquelle.
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200 Rthlr. jährlich erhielt. In diesem Zustandebefand sich das Salzwerk noch am Anfange desgegenwärtigen Jahrhunderts.
Reichenhall, im Königreich Bayern, zwi-schen Unken und Salzburg, hat gute Quellen, dietheils dort versottm werden, theils aber vermittelsteines 36 Fuß hohen Rades auf ein hohes Ge-bäude gebracht und durch bleierne Röhren mehrals drei Meilen weit über hohe Berge nach Traun-stein geleitet und daselbst versottm werden, welchesaus der Ursache geschieht, weil Traunstein selbstergiebige Salzquellen und mehr Holz, auch zur Aus-fuhr mehrere Bequemlichkeit hat, als Reichenhall.
Der Brunnen, aus dem die Soole quillt,heißt Gnade Gottes. Das oben angeführteRad, wodurch die Soole gehoben wird, hat eiserneKetten und ein kleines Rad, an dessen Rand sichkleine lederne Eimer befinden, die das aufgenom-mene Wasser wieder oben ausschütten. Die bleier-nen Röhren, wodurch das Wasser nach Traun-stein geleitet wird, Haben die Dicke eines Heubau-mes und auf den Bergen, worüber sie geleitetwerden, sind hin und wieder kleine Häuser undPreßwerke angelegt, um das Wasser immer höherzu treiben.
Zur Ableitung einer starken süßen Quelle,welcher man sich zur Bearbeitung der Räder undPreßwerke bedient und des überflüssigen salzigtenWassers, welches man nicht verbrauchen kann, istvor einigen hundert Jahren eine von Harten Kie-selquadraten aufgeführte, und an vielen Orten mitdem härtesten Bergharz überzogene, sehr kostbare,aber ungemein dauerhafte und bewunderungswür-dige Wasserleitung angelegt worden, welche in einerTiefe von zwölf Klaftern unter der Stadt und
dann