Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
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Salzquelle.

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dann unter den Garten und Federn eine gutehalbe Stunde lang fortgeht. Sie ist 5 Fuß breitund gewölbt und bringt endlich das Wasser alseinen starken Bach wieder hervor.

Das Wasser ist gewöhnlich 3 bis 4 Fußtief und lauft so schnell, daß man in einem be-quemen Kahn bei angezündeten Lichtern in einerViertelstunde durch den Kanal schiffen kann.Man steigt zu dieser unterirdrschen Schiffahrt durcheinen Thurm und Treppe tief herab- bis zur Salz-quelle, deren überflüssiges Wasser ungefähr 5oSchritte fließt, bis es sich in den Bach von sü-ßem Wasser ergießt.

Der Kanal hat fünf Oeffnungen oder Luft-löcher, welche als Thürme an die freie Luft ge-führt worden, und durch einige derselben kannman von den Wällen der Stadt' mit den in derTiefe Fahrenden sprechen. In neueren Zeiten istnoch immer mehr an diesem Werke gebauet wor-den, wovoü die Anlegung vortrefflicher Schneide-mühlen, neuer Gradirhäuser rc. zeugt.

In Reichenhall sind 6 Pfannen,, wo täglichin einigen Wechselsweise Salz gesotten wird. Dasganze Werk ist in 6 Tagen verrichtet. Die Un-kosten belieferr sich wöchentlich auf 5oo Fl. Da-mit die Pfanne vom Salzwaffer nicht zu großenSchaden leide, wird sie mit Kalk, unter welchenHedestroh gemengt worden, belegt. Im Kochensetzt sich über diese Unterlage eine Art von schlech-tem oder wildem Salze, Schrecken genannt, an,welches man alle Vierteljahre, auch eher, wo esuneben wird, ausharret, wieder zerläßt und in fri-schem, dazu geschüttetem Salzwaffer noch einmalzu feinem Salze kocht.

Tt 3 Ro-