696 Salzquells.
ren, die man Luftröhren, auch blinde Röhrennennt, deren Verrichtung und Nutzen schon ihreBenennung angiebt»
Der Brunnensoolenbehälter liegt beim An-fange des zweiten Gradirhauses und ist größten-teils in der Erde angelegt. Er ist 26 Fuß lang,16 Fuß breit und 8 Fuß hoch, folglich sein kör-perlicher Inhalt Z228 Fuß. Dieser Behälterwurde zu Ende des verwichenen Jahrhunderts an-gelegt, um bei gutem Wetter nie Mangel anSoole zu haben, welches vorher oft der Fall ge-wesen war, da die Sätze, welche die Soole aufdas erste Gradirhauö heben, unmittelbar auf derBrunnenleitung standen und bei jedem Hübe eineStockung in dem Zuflüsse der Soole veranlaßten.Dieser Behälter hat aber noch den Nutzen, daßdie Soole, wenn sie darin einige Zeit nach demEinfluß etwas ruhiger geworden ist, durch Ent-wickelung der Luftsäure vielen Ocher absetzt, densie sonst mit auf das Gradirhauö nahm und dieJnkrustirung der Dornen ungemein beschleunigenhalf. Dieser Ocher wird des Jahres ein- oderZweimal herausgeschafft.
Aus dem so eben erwähnten Brunnensoolen-behälter bringen drei Punipen, ro, y und 8zollig,die Soole in den mittelsten Kasten des erstenGradirhauses, und ein viertes sechszölliges Saug-werk bringt sie aus dem mittelsten in den oberstenoder Giebelkasten, welcher auch gemeinhin derTrog heißt. Nur bei gutem Gradirwetter läßtman alle vier Pumpen spielen, bei mittelmäßigemund schlechtem nicht. Die Länge dieses Hausesbeträgt 36 o und die Breite 32 Fuß und zwar:
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