Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
707
JPEG-Download
 

Salzquelle. 707

ten bis 2, im neunten 3 , auch 3 ^ Loch, im

roten und letzten Gefälle 5 , 6, 7, 8 bisweilenauch io Loth zu. Man hat sogar acht- oderneunlöthige Soole auf dem letzten Gefälle auf18 bis 20 Loth, im Jahre 1774 sogar bis auf24 Loth gebracht.

Die Dauer der Dornen ist auf den verschie-denen Häusern verschieden. Auf den ersten Häu-sern bleiben sie'nur 9, io bis n Jahre brauch-bar, dagegen auf denjenigen Häusern, wo die Sooleschon viel von ihren erdigen Theilen verloren hak,und mehr gereiniget worden ist, dauern sie r 5 bisso Jahre; allein auch auf der Morgenseite setztsich mehr Dornenstein, als auf der Seite gegenAbend an, weil auf jener das Wasser unter Be-günstigung der Sonnenwärme eher verdunstet, undfolglich eine schnellere Erhärtung des sich an dieDornen ansetzenden Selenits zur Folge hat. Da-gegen bleiben die Selenittheilchen auf der Abend-seite länger in einem weichen Zustande, das nach-folgende Wasser löset sie zum Theil wieder aufund nimmt sie dann mit sich fort. Wegen diesergeschwinden Versteinerung müssen daher jährlich neueBedienungen vorgenommen werden.

An Dornen werden ein Jahr ins andere etwa1000 Schock gebraucht. Um dem Mangel undder Vertheurung der Schwarzdornen vorzubeugen,gab die Oberrentkammer zu Kassel zu Ende desverwichenen Jahrhunderts den Salzbeamten zuSchmalkalden den Auftrag, für die Anziehung derSchwarzdornen selbst 'zu sorgen. Sie ist aberaus mancherlei Ursachen unterblieben und dieswohl hauptsächlich, weil das Salzwerk keinenschicklichen Platz dazu hatte.

Die Domen werden spät im Herbste einge-

Py 2 sam-