Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
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Salzquelle»

hierdurch nähert man sich derDundonaldischeriMethode ein gutes reines Kochsalz zu liefern, wennman beim Einfällen des Salzes in die Körbe nurdafür sorgt, daß das Salz nicht zu fest in dieKörbe eingeschlagen wird, um der noch zurückge-bliebenen Bittersoole Zeit zu lassen, daß sie völligverdunsten kann, wozu eine schickliche Form derKörbe auch noch sehr viel beitragt. Auf dem hie-sigen Salzwerke sind sie, wie auf mehreren deut-schen Salzwerken, kegelförmig gestaltet, von jungenEichen oder Weiden geflochten, und unten bis auf3 Zoll verschlossen, wo dann die Bittersoole nichtganz ablaufen kann, sondern darin verhärtet undmit dem Kochsalze vermischt in die Vorräthe kommt.

Sobald der erste Auszug geschehen, so wirddas Feuer wieder etwas angemacht, um die rück<ständige Soole wieder mit Salz zu übersättigenund in kürzerer Zeit zum Anschießen zu bringen.Auch wird der Schaum, der sich während diesesAbrauchens auf der Oberfläche der Soole vonneuem erzeugt, mit dem Schaumlöffel weggenom-men und übrigens mit dem zweiten Auszugs ebenso umgegangen, wie mit dem ersten. Das Salzvom zweiten Auszuge ist gewöhnlich kernhafter,als vom ersten, weil die Salztheilchen mehr Zeitund Ruhe Hatten, sich gehörig zu vereinigen undin großem und derbern Krystallen anzuschießen.Nach dem zweiten Auözuge verstärkt man dasFeuer noch mehr und kocht noch die übrige Soolevollends zusammen, welches man Braten und dasSalz, welches hierdurch gewonnen wird, Brat-salz, Branntsalz nennt, s. auch den Art. Salzund Salzsiederey, Th. l33, S. 88. Von die-sem Bratsalze werden die Körbe nur eben voll ge-macht und daher zwei für einen gerechnet.