Salzquelle. 72Z
Salzwerk bis zum Jahre 1709, wo sich der Pfän-ner oder Zehender Voigtel aus Stasfurt erbot,das Salzwerk Pachtweise zu übernehmen, dieSoole zu gradiren und das Salz weit wohlfeiler,als vorher, nämlich mit 18 Rthlr. Unkosten pr.Last zu liefern. Diese Bedingung wurdö bei Hofeangenommen und im Jahre 1710 machte manden Anfang zum Aufbau der neuen Koch- undGradirhäuser auf dem damaligen Burghofe. DasGebäude war 43 Bunden lang und einige 4 oEllen breit, und 3 Ellen hoch hinten an der Elbeund an den beiden Seiten, wo die Pfannen zustehen kommen sollten. Das Gradirwerk standin der Mitte und sollte die Soole dreimal gradi-ren, nämlich zweimal durch die Luft und das dritte-mal durch die Wärmeröhren, welche unterwärtsauf beiden Seiten der Koche durch das Leckwerklaufen und mit kleinen Dächern verwahrt werdensollten^ damit die Röhren durch die darauf fal-lende Soole nicht verdorben würden. Nach derElbe zu sollte ein Druckwerk angelegt werden,welches die Soole bis zur äußersten Höhe desGradirwerkeS triebe; allein der Plan dieses Wer-kes, so wie die ganze Ausführung des Bauesblieb liegen und der Pachter mußte sich mit deralten Salzwerkseinrichtung behelfen. Aus Man-gel an Absah konnte Voigtel vom isten Januar1710 bis im Monat October 1712 nur 93 Lasten54 Scheffel Salz ausweisen.
Der bald darauf sich wieder einsi'ndende stär-kere Salzdebit bewirkte im Monat July 1713einen Königlichen Befehl das Salzwerk wieder inStand zu setzen und die Pachtung zu kündigen.Es wurde nun ein Factor eingesetzt und ihm dieAufsicht über die Betreibung des Werkes, so wie
Zz 2 auch