Nachtrag zu den Salzen. 767
Salz (oplumfairres), Oprumsäure, Mohnsäure,Meconsäure; .4.ciäam papLvericnim;
Die Wichtigkeit des Opiums ver-anlaßte schon die ältesten Chemisten Versuche mitdemselben anzustellen, um die Natur und den wirk-samen Stoff desselben kennen zu lernen, nurgaben die Methoden,, die sie sich zur Zerlegungdesselben bedienten, höchst abweichende Resultate.Schröer wußte schon 169,0, daß das Opiumein saures ö-al essentiale enthalte, das sich mitAlkalien verbinde und damit aufbrause. Neu-mann bestätiget dasselbe; Andren gelang es, dieseSäure merklich abzuscheiden, und, Baume erhieltaus 4 Pfunden Opium auf einem sehr mühsamenWege ^ Gran in kleinen weißen Nadeln undSchuppen, wie Borapsäure krystallisirter Säure.Der Apotheker Sertärner brachte diesen Gegen-stand in neueren Zeiten wieder zur Sprache undstellte einige Verbindungen in derselben dar. Manbereitet diese Säure auf folgende Weise: ZweiUnzen in dünnen Scheiben geschnittenen Opiumwerden mit 6 Drachmen concentrirtem Essig über-gössen. Sobald sich das Opium vermischt hat,setzt man etwas Wasser hinzu und reibt die Massein einem Porzellanmörser zu einem gleichförmigenBrey an, den man nach einigen Stunden mit r-4Unzen Wasser verdünnt, durch einen Tuch coliretund siltriret. Die klare Flüssigkeit wird mit Am-monium zerfetzt, das die krystallisirbare Opiumsub-stanz fällt und durch Filtration davon befreit.Man verdunstet die Flüssigkeit, um das freie Am-monium zu verflüchtigen, verdünnt den Rückstandwieder mit etwas Wasser und fügt si> lange essig-saure Barytauflösung hinzu, als noch ein Nieder-schlag erfolgt. Letzterer wird sorgfältig gesammelt.