Nachtrag zu den Salzen. 769
Wärme werden sie citronengelb und dann.verkoh-len sie sich.
Die zweiten Anschüsse haben ein mehr tafel-artiges oder schuppichtes Ansehen und eine orangeFarbe; seltener entstehen dicke Säulen, deren pris-matische Bruchstücke Mit vier spiegelnden Flächenversehen sind. Die ersteren sind nach John einreines opiumsaures Salz, die andern bestehen aberaus solchem, und freier Mohnsäure.
Um die Opiumsäure rein darzustellen, kannman die Salze mit Weingeist digeriren, welchesdie Opiumsäure auflöset und das Salz zurückläßt;allein die aus der spirituösen Auflösung krystalli-siere Säure ist nicht ganz rein.
Die reine Opiumsäure krystallisier in färben-losen, durchsichtigen, sehr dünnen, zarten Prismenoder Blättchen, von saurem Geschmack; sie lösetsich in Wasser leicht auf und auch der Weingeistund Aecher nehmen sie auf. Die wässerige Auf-lösung röchet das Lackmuspapier, färbt die falzsaureEisenoxidauflösung sogleich purpurroch und setzt selbstbeim Verdunsten, wenn die freie Säure verflüchti-get wird, ein eben so gefärbtes Salz ab.
' Die schwefelsaure Eisenoxidulauflösung .wirdanfangs nicht sonderlich verändert; allein im Maaßeder erfolgenden Oxidation nimmt sie eine brauv-roche Farbe an; sie fällt das salpetersaure Silberhellgelb in Flocken das essigsaure Bley in aufge-quollenen weißen Massen und die Goldauflösunggar nicht. In der Wärme schmilzt sie und subli-^ uürt sich bei fortgesetzter Hitze, und mit den Salz-/ basen bildet sie eigenthümliche Salze»
Diese opiumsaure Salze, Lmlia xsxnvericm;Fr. kazmvsrste«, sind theils auflöslich, theils un-auflöslich im Wasser, in der Hitze zersetzbar, ohne-ihre Säure zu entwickeln; wenn sie aber unter demrechn. Luc. LXXXtV. Theil. C c c Zu- >