Salzsäure. rz
an zu erkennen ist, daß keine Luft in die umgekehrteFlasche bei Lüftung des Korks steigt.
Das specifische Gewicht des mit , diesem Gasgesättigten Wassers betragt, bei einer Temperaturvon 43 Grad Fahr., i,oc>3,. Den Versuchen vonBerthoilet zu Folge, kann ein Kubikzoll Wasserungefähr i,6 Gran — französisches Maaß undGewicht — von der gasförmigen Saure in sichnehmen. Daö mit der gasförmigen Säure gesät-tigte Wasser wird gewöhnlich oxidirte Salzsäuregenannt.
Die tropfbarflüssige oxidirte Salz-säure hat eine blasgrünlich gelbe Farbe und einenerstickenden Geruch, der dem des GaS ähnlich ist.Ihr Geschmack ist nicht sauer, aber zusammenziehend.Diese Saure wird von dem Licht zersetzt; auf diegasförmige ist es ohne Wirkung.
Die gefärbten Pflanzenstoffe werden von dergasförmigen oxidirten Salzsäure weiß, und die durchsie zerstörte Farbe kann weder durch Sauren, nochAlkalien wieder hergestellt werden. Bringt man da-her in diese Saure blaues Zucker- oder Lackmuöpa-pier, grüne Pflanzen oder rothe, blaue und, gelbeBlumen der Pflanzen, so werden dieselben, nachScheele, in kurzer Zeit gänzlich weiß. Blättervom Oleander wurden in dieser Lustart erstlich gelb,dann röthlich und endlich weiß. Werden solche weißgewordenen Pflanzen dem Sonnenlichte ausgesetzt,so geben sie, nach Berthollet, daö aufgenommenebrennstoffleere salzsaure Gas in elastischer Gestatt-wieder von sich; ist hingegen die Menge des vegeta-bilischen Farbestoffs groß genug, so wird der Saurealler Sauerstoff entzogen und sie wird in gemeineSalzsäure verwandelt. Hieraus geht hervor, daßsie die Farbe der Körper dadurch zerstört, daß diesesich mit dem Sauerstoff verbinden. Das Wasser,
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