Band 
Hundert und fünf und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salyquellenanyeige bis Samzde enth
Seite
229
JPEG-Download
 

Same,

22g

Muth und werden weibisch. Der Mensch verliertmit den Samengefäßen einen großen Theil von derLebhaftigkeit seines Geistes und von der Kraft sei-nes Körpers. Der wilde grimmige Stier vcrwamdelt sich plötzlich in einen zahmen geduldigen Oasen;der Kapaun verliert seine Stimme, seine Starke,überhaupt die männliche, diktatorische Wachsamkeitdes Haushahns; der Kastrat diskantirt zeitlebens,und alle arten durch die Verstümmelung der Samen-organe in eine weibliche Weichlichkeit aus. Auchder Wachsthum des ganzen Körpers wird dadurchgehindert, dagegen dessen Fettigkeit vermehrt, unddieses rührt von dem geschwächten langsamen Blut-umlauf und der weichlichen Trägheit her.

Ucbrigens hat die Resorbtion des männlichenSamens noch eine merkwürdige Erscheinung in ih-rem Gefolge, nämlich die Erscheinung gewisser orga-nischer Theile, z. B. des Bartes und der Schaam-haare an dem Menschen, der Geweihe und der Hör-ner bei den Thieren. Den Mänuern, welchen Bart undSchaamhaare mangeln, traut man wenig Zeugungs-kräfte zu; auch sind sie gewöhnlich zur fruchtbarenBegattung unfähig. Man sehe auch den Art.Verschneiden, unterV, nach.

Der Same erzeugt sich in größerem Ueberslussebei den Pferden, Eseln und Schweinen; in gerin-gerer Menge bei Hunden und Katzen, am allerwe-nigsten bei den Vögeln; hingegen sehr häufig beiden Insekten, Muscheln und Fischen. Der Widderhat das Vermögen, in einer Nacht acht Schaafe zubefruchten. Schnecken begatten sich zehnmal nacheinander; der Hahn fnnfzigmal am Tage und der Sper-ling zwanzigmal in einer Stunde. Der Elephantbedient vier Weibchen, der Pfau sieben, der Hahnfünfzehn, der Hengst zwanzig, der Widder und auchder Fasan sechzig. Alle diese öfteren Anspannungen

P3 und