2r8 Same. > !
Phosphdrgemisch, welches seinen Hauptcharakter simPhosphor hak, den es so innig gebunden enthält,daß er Nach gänzlicher Zerstörung der Milch knie derKohle verbunden bleibt, dergestalt, daß diese Kohleeine wahre PhosphorsiickstofH Kohle ist.
Diele erwähnten Versuche wurden jedoch nurmit der Milch der Karpfen angestellt; es bleibt dahernoch immer unentschieden, ob das hier Gesagte vonder Milch aller Flußfische gilt.
Wirkung des Samens. Der Same,wenn er nicht durch die Begattung abgeführt wird,wird von den Blutadern wieder eingesogen und un-ter die ganze Ausdünstung der gesammten Thierhautverbreitet; man erfährt dies durch den widrigen Ge-schmack des Hirschfleisches in der Brunstzeit, der bei 'verschnittenen Thieren aufhört; auch der oben, S.220,erwähnte spermatische Geruch verschwindet an denThieren, sobald denselben die Hoden oder Samen-gefäße ausgeschnitten werden. Geschieht dieses Ver-schneiden zu spät, wenn bereits der Sattie lange indas Blut zurückgetreten ist, so hat das Fleisch den-selben unangenehmen Geschmack, den es, wie obenangeführt worden, beseht, wenn die Brunstzeit iß.Auch das Fleisch derWeibchen, welche sich dem Begat-tungögeschäfteunterworfenhaben,ist hart und schmecktwiderlich, z. B. von Kühen, wenn sie den Stier zu-gelassen; daher weigern sich auch junge Thiere, dievon der Begattung verdorbene Milch zu saufen.Durch den zurückgetretenen Samen wächst den Mus-keln ein Reiz zu, welcher das Herz und die übrigenWerkzeuge der Bewegung mit neuen Kräften stählt,ja man möchte sagen, begeistert; daher die Vermeh-rung der Stärke bei den Männern und männlichenThieren, wenn jenes Zurücktreten Statt findet. BeiVerschnittenen Menschen und Thieren nimmt man dasGegentheil wahr. Beide verlieren ihren männlichen