Same. 247
Die Anmerkungen z» diesen Versuchen sindnun folgende: Zuviel Salpeter wird nicht allen, be-sonders solchen Samen dienlich, seyn, die an und fürsich bald aufgehen, zu wenig aber auch den gdhofftenEndzweck nicht immer ganz erfüllen. Das besteVerhältniß ist ^ Loth Salpeter auf S Maaß Wasser.Es kann auch möglich seyn, daß eine stärkere Portionbei verschiedenen Samen noch schleuniger wirkt; dennein ariderer Gartenliebhaber weichte Petersiliensamennur in sehr wenig Wasser ein, worin wenigstens -benso viel Salpeter, als eben angegeben worden, zsrlassenworden war, und der Same ging in wenigen Tagenim Sande dick auf.
Wer dergleichen Proben anstellen will, der darfnicht glauben, daß die Zeit des Aufgehens allemalmit der obigen Angabe genau übereintreffen müsse;denn Umstände verändern oft die Sache. Ist derSame zu alt, so wird weniger,-als pom frischen aufge-hen und erdazu später keimen. Kalke Witterung wirdes ebenfalls verzögern, so wie es warme befördert.Ueberhaupt macht die Bestellung des Samens imfreien Lande und die in Blumentöpfen, deren Standverändert werden kann, einen sehr beträchtlichenUnterschied.
Daß die Einquellung vieler Samenarten in Sal-peterwasser, wenn sie gehörig i^ternvmmen wird, inmanchen Fällen vielen Nutzensschossen kann, ist nichtzu verkennen; allein sie könnte auch eben so schädlichwerden, wenn man alle Gartensämereyen ohne Un-terschied zu jeder Zeit darin einweichen wollte.
Die Wirkung dieses Mittels soll aber nur seyn,daß das Keimen der Samen in geschwindere Bewe-gung gesetzt werde; ist nun die WiiMuitg -noch rauh,wie es zu der Zeit, da Erbsen, Salat und Wurzel-werk gesaet wird, fast immer «och Zu seyn psiegt, <0kann dieses nicht geschehen. ...Es söttnE.ferner noch
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