Samengang. z6 ,.
ganges, als dev Samenbläschen isk. Ein jedes Ge-säß geht hierauf in die Samendrüse, biegt sich merk-lich, und nachdem eines von dem andern in einen:»echten Winkel nach außen abgewichen, so verengernsie sich und öffnen sich ein jeder mit einer besondern,sehr engen Oeffnung in dem Theil der Harnröhre,welcher sich in der Samendrüse befindet, und zwaran dem-daselbst vorhandenen hohlen Hügel.
Wenn man bei Leichnamen einen flüssigen Kör-per in den Samengang gießt, so fließt derselbe sowohlin den ebenbemerkten Theil der Harnröhre, als auchin das Samenbläöchen, ob es gleich viel leichter indas letztere, als in die erstere dringt. Ob nun gleichder aus den Samcnbläschen ausgehende und mitdem Samengange in einen gemeinschaftlichen sich ver-einigenden Gang zur Ergießung des Samens in dieHarnröhre das seinige mit beiträgt, so ist er dochzu dieser Absicht nicht so nothwendig wie der Samen-gang und seine Verbindung desselben nicht allgemein.Es giebt nämlich Thiere, in welchen wohl die Sa-mengänge, aber keine Samenbläschen gefunden wer-den, wie bei den Schnecken, den Krebsen, der Otter,der Eydechse, dem Salamander, der Schildkröte,den Gänsen und andern Vögeln; auch bei vierfüßi-gen Thieren, z. B. dem Löwen, Hunde rc., s. oben,S. 358. Andere Thiere sind zwar mit Samenbläs-chen versehen, aber ohne daß sich solche mit den Sa-mengängen verbinden, z. B. der Eber, Biber, Stier,Hirsch, das Pferd rc. Nur bei dem Menschen, demAffen und einigen andern Thieren, auch dem Frosche,ist eine Vereinigung und gemeinschaftliche Oeffnungzwischen den Samenbläschen und Samengängen zubemerken.
Krankheiten die dem Samengange und denSamenbläschen zustoßen können, sind die Entzün-dung, jedoch kommt diese selten einzeln bei einem der
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