49S Sammelstuhl.
denn theils muß der Flor des Sammetes so fest wiemöglich mit der Grundkette vereiniget werden, damitjener nicht ausspringt, wenn man ihn schneidet, theilsverlangt die Natur des Sammetes, daß man seinenEinschlagfaden nach der Lade des Stuhls so fest wiemöglich einschlagt, welches eine flach gespannte Kettenicht erlaubn Dicserhalb wird die BaSguille der-gestalt an den Grundbaum befestiget, daß das Ge-wicht desselben inwendig in den Stuhl zu hangenkommt, die Schnur des Gewichtes aber außerhalbdes Stuhls an den Fußboden befestiget wird. Beiandern Seidenwirkerstählen hängt das Gewichtaußerhalb; hangt dasGewicht, auf die gedachte Art,inwendig, so erlaubt es nicht, den Baum beim Ab-bäumen der Kette gehörig umzudrehen, sondern Mjedem Abbäumen muß das Gewicht mit einer soge-nannten W ipp e aufgehoben werden. Der zweiteBaum, oder der Poilbaum, liegt über dem Grund-kettenbaume, erhält ein leichtes oder sogenanntes sin-gendes Gewicht, welches außerhalb dem Stuhle andem Poilbaume hängt. Es wird nämlich ein Seilan einer Seite des Poilbaumes mit einem Pflockebefestiget, hierauf einmal um den Hinterbaum ge-wunden und ein Gewicht außerhalb des Stuhles an-gehangen. Dieses fliegende Gewicht erlaubt demPoilbaum freizuspielen und derPoilkette sich nachund nach, wenn es nöthig ist> abzuwickeln; denn beidem Weben des Sammetes muß sich die Poilkette,so wie der fertige Sammet auf den Stiftbaum auf-gewickelt worden, von selbst abwickeln, und daher er-hält diese Kette nur ein leichtes Gewicht, wodurchsie nicht nur schlaff ausgespannt wird, sondern auchnachzieht.
Zum glatten Sammet braucht der Sammet-macher zwölf Schäfte und acht Fußtritte. Derfa^ionirte Sammet wird auf demselben Stuhle, aber
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