Sammlung (Bücher,). 525
schmackvollsten Reiche Europens erheben. Unter ihmentstanden stehende Schaubühnen, eine große Anzahldramatischer, lyrischer und epischer Dichter, Historie-graphen, eine Akademie der schönen Künste, ein Wör-terbuch der Französischen Sprache. „Das und nichtsGeringeres stnd die Schöpfungen, sagt Jenisch inseiner Preisschrift ^), welche unter der goldspenden-den Hand des stolzen Macens der Gallier hervor-gehen und den Ruhm Französischen Geistes und Ge-schmacks, bis zum Neide des dem Gallier so frühvorgeeilten Abstämmlingg der Quirlten,vor den Augen des staunenden Europa verherrlichen."
Die Vermehrung der Bibliothek unter dieserRegierung bestand erstens in mehr als 5 oo Syri-schen, Arabischen, Türkischen und Persischen Hand-schriften; ferner wurde nicht lange hernach die Col-b er t'sche Bibliothek mit der Königlichen vereiniget.Von jedem Buche, das im ganzen Königreiche unterKöniglichem Privilegio herauskam, mußten zweiExemplare in die Königliche Bibliothek geliefert wer-den. Hierdurch, und durch mehrere Ankaufe ka-men verschiedene Werke doppelt in die Bibliothek,welche verkauft wurden, und für das daraus gelöseteGeld ward die Bibliothek sammt den Manuskriptendes Cardinalö Mazarin erkauft. Letztere beliefen sichüber 2000. Nicht lange darauf kamen auch viele
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*) Ueber den bisherigen Einfluß der Griechischen und Römi-schen Schriftsteller auf neu-europäische Geistesbildung, undüber die möglichst beste Art des Studiums derselben fürden Geist des Zeitalters. Eine Prcisschrift auf die Beant-wortung der von der Königlichen Akademie der Wissenschaf-ten in Berlin für das Jahr 1797 wiederholte Preisfrage:In welchen Wissenschaften und in welchen Theilen deycl-ben können, ungeachtet der Erweiterung und Berichtigungaller Wissenschaften in den neuern Zeiten, dennoch die neu-ern Nationen von der Kenntniß und historischen Untersu-chung des Zustandes der Wissenschaften bei den alten Na-tionen Vortheil ziehen? Und worin bestehen diese Vor-theile? Berlin, 1798, S. 1S5,