zzr Sammlung (Bücher-).
Unter den Bibliotheken Maylands ver-dient die Ambrosianische Bibliothek oder die des hei- iligen AmbrosiuS erwähnt zu werden. Sie wurde !von Karl Friedrich Borromeo, Erzbischof von 'Mailand und Neffe des großen Carlo Borromeogestiftet. Sie besteht aus 46,ooo gedruckten Bü-ck,ern und 1 4,ooo Manuskripten, die letzteren, welcheden eigentlichen Schatz ausmachen und unter denensich eine lateinische Übersetzung des Josephus befin-det, die dreizehnhundert Jahre alt seyn soll, sind ineinem besonderen Zimmer; die ersteren in einem gro-ßen länglichen Saal geordnet, welcher nur auf bei- ,den schmalen Seiten von oben erleuchtet und dem-nach sehr hell ist. Auf diese Art wird derjenige Platz ?gespart, den die Fenster in unsern Bibliotheken fort-nehmen, ohne so viel Licht zu geben, als diese geg.n -einander über angebrachten hohen Fenster. DieBibliothek steht alle Tage vier Stunden lang zumöffentlichen Gebrauch offen. Uebrigens haben auchnoch Pavia, Genua und noch mehrere andereStädte Italiens Bibliotheken.
Bei den Bibliotheken Italiens muß noch ange-merkt werden, daß vielleicht viele von den Seltenhei-ten unter den Manuscripten und Drucken bei der Fran-zösischen Invasion, überhaupt bei dem RevolutionS-kriege fortgeführt worden sind. In der Markusbi- >bliothek zu Venedig sind jedoch, .durch die Stand-haftigkeit ihres Vorstehers Morelli, eine Mengekostbarer Handschriften und Ausgaben geblieben.
Unter den Bibliotheken Englands ver-dient die Bodleyanische, von ihrem Stifter sogenannt, oder Universttäts - Bibliothek in Oxfordzuerst genannt zu werden. Sie ist ungemein zahl-reich und wichtig; denn das Verzeichniß davon be-trägt zwei Bände in Folio. Den ersten Grund zumGebäude und zu den Handschriften legte der gute
Herzog