540 Sammlung (Bücher-).
sche Karte; zwei schöne Handschriften des Plato;der Purpmcodep; die Manuscripte von Diosco-rideö und TitusLiviuS; die deutsche Bibel indrei großen Foliobänden, welche Kaiser Wenzlavim islnfange des röten Jahrhunderts auf Pergamenthak schreiben und mit vielen sehr saubern Anfangs-buchstaben und Gemälden hat zieren lassen. L a m-beck^) hat diese Bibel sehr ausführlich beschriebenund einige der Gemälde in Kupfer stechen lassen, woin dieser Bibel der Kaiser nackend im Bade, mit derBademagd in Prag, die ihn hernach aus dem Ge-fängnisse rettete und seine Beischläferin ward, ab-gebildet ist. Eine Sammlung Jnrunabeln oder al-ter Drucke, aus 6000 bestehend. Die Mechani-schen Bücher; das alte Grabmal aus Ephesus, dieStosch'sche Landkartensawmlung; die Sammlungvon Bildnissen, welche, wie schon oben bemerkt,von dem Prinzen Eugen von Savoyen gekauftworden.
Die Bibliothek ist täglich des Vormittags, imSommer von 8 und im Winter von 9 bis 12 Uhr,offen. Ferner sind noch folgende öffentliche Biblio-theken: Die Universitätsbibliothek oder diesogenannte Jesuiterbibliothek, es ist nicht dieBibliothek, welche die Universität von ihrer Stif-tung an besessen und die an seltenen Handschriftenund Büchern sehr reich war, sondern diese ist aufGerards van Swieten Veranlassung, wie schonoben angeführt worden, zu der Zeit, da er anfingdie Universität zu verbessern, der Kaiserlich-Königli-chen Bibliothek einverleibt worden, um sie vom Un-tergänge zu retten. Die jetzige, der Universität gehö-rige Bibliothek wird in die profane und theo-logische
*) I Lmbec» Lamm, ä« LrbI, Lres, L, nov, lab. U, k'5-7