Sammlung (Holzschnitt). 672
genheit gegeben, daher findet man in den ältesten gedruck-ten Büchern schon Holzschnitte , und das LPeculum83 lvat. kumsn. in Hartem ist ganz in Holz ge»schnitten. Wegm der wohlfeilen und leicht zu ver-vielfältigenden Abdrücke, haben die Holzschnitte gro-ße Vorzüge vor der Kupferstecherkunst; es giebtHolz-schnitte, die weit über hunderttausend Abdrücke aus-gehalten haben, und da man dieHolzformen zugleichmit den Buchstaben, wie bekannt, in die Druckformeinrücken, mit den Druckerballen einreiben und so-gleich ohne alle Umstände und Unkosten durch die ge-wöhnliche Druckerpreffe abdrucken kann, so ist derVortheil um so bedeutender.
Diese Kunst hat aber auch wieder ihre großenSchwierigkeiten, weil zu ihrer Ausführung eine sehrgroße Kenntniß des Helldunkeln erforderlich ist.Die Materie des Holzes erlaubt es nicht, daß vieleKreuzschattirungen angebracht werden, noch viel we-niger kann eine über die andere, wie beim Kupferstich,angelegt werden, weil leicht die Abdrücke schmutzigund undeutlich erscheinen, auch die Form an ihrerDauer leiden und zu zerbrechlich ausfallen würde.Die verlangte Wirkung des Helldunkeln muß dahermeistens mit gutgeführten Parallelstrichen gesucht,und durch mehr oder mindere Aneinandersetzung der-selben , so wie durch Dicke und Dünne der Stricheselbst erhalten werden; man hat aber in neuerer Zeitauch hierin die Holzschneidekunst sehr vervollkommnet,und dem hiesigen Professor der Holzschneidekunst.Herrn Gubitz gebührt das Verdienst, diese Kunst,mit Beihülfe des Hrn. Laurens, fast auf den höch-sten nur erreichbaren Gipfel gebracht zu haben.
Die Geschichte der Erfindung diesetKunst ist etwas dunkel, so viele Mühe man sichauch gegeben hat, sie zu erhellen. Nach der Erzäh-lung des berühmten Französischen Holzschneiders P a-»ec. rech», «nc. rh.ii. Uu pillvn