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Adel.
Z!dr!. Der heutige europäische Adel, welcher sowohl vonLein Adel der andern Erdtheile, als auch von dein, was inden ältern Staaten Adel genannt werden kann, sehr ver-schieden ist, entstand mit dem Aufkommen der Lehnsvc»fassung, welche nach und nach auf die Eroberung Europa'sdurch Schwärme freyer, und ihren Königen blos als Heer-führern gehorchender Menschen, folgte. Die Eroberer hat-ten stückweise Land und Leute unter sich getheilt, and dier.brigen Landesbewohncr aller menschlichen Vorrechte be-raubt. Während nun die unterdrückten Landesbewohncr,selbst mit Begünstigung der Regenten, welche sie als einGleichgewicht gegen die Anmaaßungen jener betrachteten,die bürgerliche Freiheit zu erlangen strebten, suchten dieRegenten die Landesbesitzer durch Einführung der LehnstVerfassung fester an den Staat zu binden. Sie ertheiltenden Landcsbcsitzer» gewisse Dieustwürden, wodurch dieGrundstücke, die denselben vorher mit vollem Eigenthums«rechte gehörten, unter dem Namen eines. Lehens für ihrenMannsstamin gewissermaßen zum Eigenthum des Staatsgemacht wurden; die Regenten selbst traten ihnen gehörigeLändereyen, unter diesen Bedingungen, als Lehen au Un-terthanen ab. So entstand die Lchensvcrfassliug in Euro-pa (vergl. Lehn, Leh «folge) und mit derselben der euro-päische Adel; s. Geschichte der Ungleichheit derStände unter den vornehmsten europäischenVölkern von C. Meiners. Das Rittcrwcfendes Mittelalters nach seiner politischen undmilitairlschen Verfassung. A. d. Fr. des Hrn.Le la Curne de St. Palaye, von Ioh- Lud-wig K l ü b e r. ^
Deutschland hatte in den ältesten Zeiten nur eine ein-zige Gattung des Adels, nämlich die, welche wir jetzt denhohen Adel nennen, nur mit dem Unterschied, daß die Her-zoge, Grafen u. s. w., welche jetzt den hohen Adel avsina-chcn, damals blos persönliche, aber keine erbliche Würde»
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