Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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Zo Aderlässen. Aderlaßschnepper.

Picmonteser, welcher dcS Königs von Frankreich Karl kX.Leibarzt war, brachte zurrst das öfter? Aderlässen im tütenJahrhundert in den Gang; s. Fabricius a. a> O. 1754.

Z. B. S >Z4- Ein ungenannter Franzose schrieb gegendas Aderlässen folgende Schrift: Orvpbile en clcs orcli-o oul'art convainc. ela l'impvtiure stau« I'ulsge cle la kii^oee.1687, worinn er behauptete, daß der Teufel der erste Er-finder, ei» allgemeiner Irrthum der Aerzte die Mutter,Hinterlist und Betrug die Hebamme, und Leichtgläubig-keit des Pöbels die Saugamme des Adcrlafscns ge-wesen sey^

Aderlaßmsirunlent. Herr Batachl, Chirurgus bey derMarine, legte um 1781 dein Großherzvg von Florenz, demnachherigcn Kaysec Leopold, ein Instrument von seiner Er-findung vor, mir welchem man einer Person ohne einigenSchaden eine Ader schlagt, zu welcher man nicht zukommenkann, und auf zwey und eine Viertel Elle davon entfernt ist.Es erhielt, seiner Sicherheit und seines einfachen Mechanis-mus wegen, den Beyfall vieler Aerzte.

Aderlaßschnepper. Der Apotheker und Chirurgus Slgls -mund Adolph Staber 0 w in Kem b erg, beyWitkcnbcrg, erfand um das Jahr 1768 einen Aderlaß-schnepper, . der sich vor dem gewöhnlichen durch folgendeStücke auszeichnete: t) hat das Eischcn nicht die ge-wöhnliche Figur, die einer Axt ähnlich ist; denn mit dengewöhnlichen Schneppern, deren Eischen durch den Ge-brauch ohnehin kleiner werden, ist man nicht im Stande,eine tief liegende Ader zu schlagen, ohne wehe zu thun.Der Schmerz entsteht durch den Stiel deö gewöhnlichenEischens, nütwelchem durch die Gewalt der Feder die obe-re Haut getrosten wird. Dafür wählte Skaber 0 w solcheEischen, die vorne die Gestalt einer Lancette, und also an-statt des Schlages einen Stich machen, da denn der Stielniemals die Haut berühren kann. 2) Hat die Maschineden BorzlH, baß sich in eben der Geschwindigkeit, als die

Ader