Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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29
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Ader. Aderlässen. 29

Der Baronetsadcl in England wurde im Mayi6n eingeführt; s. Meuscls Staatenhistorie.Leipzig. 1775. S. 248.

Zldcr. Ari >? 0 teles war der erste, der den Ursprung allerAdern im Herzen suchte; s. Mensels Leitfaden derGeschichte der Gelehrsamkeit. 1. Abtheil- S.406. Bergl. Milchader», Wasseradern u. f. w.

Aderlässen. Nach der gewöhnlichen Meynung sollen die Ae-gypticr das Aderlässen zuerst vom Hippopotamus, oderFlußpferd gelernt haben, indem sich dieses, wenn es Ue»bcrfiuß am Blute fühlt, mit dem Schenkel gegen eineSchilf- Spitze drücken, und sich auf solche Art zur Aderlassen soll. Auch von den ungarischen Pferden will manbehaupten, daß sie sich, wenn sie sehr erhitzt waren, durcheinen Bist eine Ader öfnercn; s. Universal-Lexiconunter Aderlässen. Antipandora von I. A<Donndorff. 1789. Ul. S- 201. Andere bezweifeln esjedoch, daß die Aegyptier etwas vom Aderlässen gewußtHätten; s. Mcuselü Leitfaden der Geschichteder Gelehrsamkeit, i. Abkh. S. Z09. Die ältesteSpur vom Aderlässen findet sich um 2790 E. d. W., woPodalirius, ein Bruder des Machaon, der mit imtrojanischen Kriege war, der Tochter des Königs Dam ä-tus in Carlen auf beyden Armen zur Ader ließ, wodurcher sie herstellte, und dafür der Eidam des Königs von Ca-rlen wurde; s. r-oc. p. Ü25

626. — Chcystppus von Cuidus, der zur Zeit desAristoteles lebte, war der erste, der das Aderlässe»gänzlich verwarf; I. A. Fabricii Allgem. Hist. derGelehrsamkeit. 1752. 2. B. S> 2Z9. — Clau-dius Galenus (geb. izi. n. C. G- bestimmte zu-erst genau, wie viel Blut man bey dem Aderlässen auf ein-mal weglassen müsse; FabriciuS a. a. O- S-Z58. Daserste Buch vom Nutzen des Aderlassens schriebFerd»nan-duS de Valcs, 158z. Leonhard Bvtallus, ein

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