2
Algeber..
den hat/ so ist doch sein Werk von der Rechenkunst unterallen griechischen das erste und einzige, worum man Spu-ren der Analytik findet, und woraus man sich einen Begriffvon ihrer damaligen Beschaffenheit machen kann. EinigeStellen darin» beweisen, daß Diophantus die Auflö-sungen der quadratischen Gleichungen gekannt habe. Erbediente sich eben so gewisser Zeichen, wie die Neueren derBuchstaben. Er bezeichnete z. B. die unbekannte Zahl miteinem das Quadrat mit Pvtentia), den
Würfel mit xu (xvj 3 or), das Biquadrat Mit öcu, die fünf»le Potenz mit 8xr-, die Subtraktion dutch /sr. SeineAufgaben sind meistens sehr schwer, er hat sie aber nichtimmer gut und richtig genug aufgelöst; s. Meusels Leit-faden zur Geschichte der Gelehrsamkctt. 2keAbth. S. 462. Don den Griechen kam die Algeber zu denArabern; doch behauptet Wallis das Gegentheil, weildie Araber die Potenzen anders, als die Griechen benennen.Indessen ist so viel gewiß, daß die Araber die Algeber fleißigstudirle», und sogar algebraische Gedichte machten; s-Meuscl a. a. O. S. 5YZ. Auch ist die Benennung A l-geber arabische» Ursprungs; man hat dieses Wort in alleSprachen rccipirt, nur Nicht in die holländische, wo dieAlgeber Srel-Äonst, und ihre Regel» Stel--Regeln heißen.Einige meynen, die Algeber habe ihren Namen von demAraber Geber oder Ginber aus Seville erhalten, dertm 8ten, nach andern aber im yten Jahrhundert lebte, und«in gebohrncb Grieche gewesen, aber nachher ein Muhame-daner geworden seyn soll» Er soll sich um diese Wissen«schaff besonders verdient gemacht haben, daher man ihnauch für den Erfinder derselben hielt, und sie nach seinemNamen nannte; s. Meusel a. a. O. S- ryr. Indessengiebt es verschiedene Meynungen übet die Abstammung die-ses Worts; Lucas deButgo leitet den Namen Algebervon /^lssbr V. ^Imricsbsla ab» Herbelot schreibt S. z 95 -^lßebr. u almvcsbelsti, Und übersetzt es durch oxiiolicion etcomgarsison. Dem Golius zufolge bedeutet Algebra,