Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
83
JPEG-Download
 

8g

Algeber.

steliucti'oncm parti'um sc! totum, und kssulchsbaisii, Oppo^sitiouem, Lo-uparatiouem, l^oilacionem ^ welche heykftWörter zusammen gcnoimncn, nach dem Go llUs- ditNatur der Algeber recht gut anzeigen. Die ersten Italie-nischen Algebratsten geben der Algebra einen gleichbedeutendden Namen; beym Cardan koinint das Wort ^Imuesb^I-vor. Wenn aber auch die Algeber ihren Namen nicht vontAraber Geber hat, so ist dock nicht zulaugnen, daßmastden Arabern mehrere Regeln zu dieser Wissenschaft zu ver-danken bat. Mahainmcd B r n M o u ssä und ThabetBen Cocrah sind die ältesten arabischen Algebra sten;jener hat Nach CardanS Zeuguiße die Anflüsungen derquadratischen Gleichungen erfunden, die aber wahrschein-lich Diophanlus schon kannte; der andere aber hat überdie Gewißheit der Beweise der algebraischen Rechnung ge-schrieben, und soll schon die Algebra auf die Geometrie an-zuwenden gewußt haben. Lucas von Durgo meynk je-doch, daß die Araber die Auflösung höherer Aufgaben nichtgekannt hatten. In der Leideusche» Bibliothek befindet sichein Manuskript des Omar Ben Jbcaim von den kubi-schen Gleichungen oder von der Anwendung der körperlichesAufgaben. Ucbrigciiö ist das, was die Griechen vom gleitJahrhundert a», und nachmals die Araber in der Algeberthaten, kaum der erste Anfang zu nennen; vielmehr ist diestWissenschaft fast ganz ein Werk der neueren Mathematiker.Leonhard Fiboiiacci (Tilius Bvnacci), auchLeonhard von P i sa genannt, war einer der ersten Abendeländer, der über die arabische Rechenkunst schrieb; er hattedas, was die Araber von der Algeber wußten, zu Bngiein Afrika von ihnen erlernt, und brachte diese Wissenschaft-nicht zu Ende des isten Jahrhunderts, wie Montucla«„giebt, sondern zu Ende des dreyzehNteN JahrhundertsNach Europa; s. Allgm. Litörat. Zeit. Jena. 17^8«N. Indessen wurden seine Bemühungen wenig beMerkk-auch wurde keine seiner Schriften gedruckt. Geraume IeikNach ihm, nämlich gegen das Ende des l)ten Jahrhunderts,

F 2 hak