Alkali,
97
let, und die mit schwachem Essig geröthete Lakmustinktuewieder blau färben. Sie vereinigen sich mit den Säuren,und bilden mit denselben die so genannten Neukraljalze; mitden Oelcn und Fettigkeiten geben sie die Seifen, mit deinSchwefel die Schwefellwec, und mit den Erden geschmol-zen , geben die feuerbeständiges Glas. Man theilt die Al-kalien oder Laugensalze in feuerbeständige, fix« (/U-Lslia kxa) «nb in ein flüchtiges (^Icsl, volsrile) ein. Oeafeuerbeständigen sind zwey: i) daS vegetabilischeoder Gewächslaugenjalz (^lcsli v-eZersbile), und 2 ) daSmineralische (^Ic,il> Minerale). Das flüchtige Alkalksinket sich besonders im Thierreiche. Das Gewächsla u»gen salz wird aus der Asche einer großen Mcvge von Pflan-zen durchs Auslaugen erhalten. Am reinsten erhält manes durch die Calcination des Weinsteins im offenen Feuerin Gestalt eines weissen Salzes, welches, wenn es ganz ge-reiniget ist, Weinsteinsalz (8al tartan) heißt, welchen Na-men überhaupt jedes reine vegetabilische Alkali führt. DaSGewächslaugensal; läßt sich in diesem Zustande nicht in Kry-stallen darstellen; der Luft ausgesetzt, zieht es die Feuchtigkeitaus derselben an sich, und zerfließt in ihr zu ei-ysn Liquor.
Das fixe Mineralalkali ist dasjenige, welchesLein Kochsalze oder Seesalze zur Basis dient. Da diesesSalz weder zum Thier- noch zum Pflanzenreiche gehört, sosetzte inan es unter die Mineralien, und gab deswegen sei»uem alkalischen Grundkheile den angeführten Namen. Manerhält dieses Salz zwar auch aus einigen Pflanzen, die amUfer des Meeres wachsen; allein es kommt alsdenn blosvon dem Kochsalze her, das dieselben bey sich führen. DerGeschmack dieses Laugcnsalzeü ist weniger brennend undscharf; es zieht die Feuchtigkeit weniger an sich, und läßtsich trystallisiren.
DaS flüchtig« 8 äugen salz, flüchtige Harn-salz (alcali volstils T. urinolvm) ist eine Salzstlb-Buschtzanh-.-.Ekf.r.Lb. G stanz,