Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
100
JPEG-Download
 

Alkali.

ivv

ses Produkt eingeschifft wird. In dieser Gegend ist der Na«trumsee, das ist, ci»r z bis 4 Meilen lange und ^ Meilebreite natürliche Vertiefung, aus deren Boden im Winterein violetrothes Wasser schwitzt, welches in den heißen Mo-naten verdunstet, da dann eine 2 Fuß dicke und sehr harteLage Salz zurücke bleibt, die man mit eisernen Stangen inStücke» schlägt; man erhält dessen jährlich zsovo Centner.In der Provinz Sukena, 28 Tagereisen von Tripoli, findetman aus der Oberfläche des Bodens Mineralalkalt in läng-liche» und fast parallelen Krystallen; man nennt es Trona.Ferner findet man Mineralalkali bey Bassora, demEnce-lius uns Baron zufolge, in den Gegenden von Ephcsusund Smyrna </-> 1729), in den Seen bey

Tessalonich ///se»'«- 1712. p. 71. Das

Salz, welches die Türken »Zeum oder Lours , und die Ara-ber Lara nennen, ist ein natürliches Mineralalkali, s. csv/-

1741. Plinius sagt, daßMan bey trockener Feit Ratrum in den Thälern von M die«fände; er nennt es balm^rbsFa, und es bestand aus klei-nen Stücken. In Thracien, bey der Stadt Philippi, fandMan es noch feiner und durch erdige Theile verunrei-nigt. Er spricht auch von Massen,, die Natrum hielten;s. Neues bergmännisches Journal vonKöhlerund Hofmann 2. B. i und 2. Stück. S- 17t folg.Man will sogar behaupten, daß man schon zu des Plini-us Feit in Aegypten mineralisches Alkali auch aus der Ascheeiniger Pflanzen gemacht habe, welches man daraus schlies-sen will, weil Plinius meldet, das Aegyptifthe Nitrummüsse in wohlvermachten Gefäßen verschickt werden, weil cSsonst zerflösse. Das thut das natürliche Alkali nicht, wen«es nicht stark gebrannt ist, und weil hierzu keine Veranlas-sung war, so kann man glauben, daß das Aegyptifthe diestark gebrannte Asche derjenigen Pflanze gewesen ist, diedort noch jetzt zu Salz genutzt wird; s. BeckmannSBeyträge zur Geschichte der Erfindungen. IV.B. i. St. S- lZ. Das beste Natrum der Alten kam von

Li-