Amalgamation. n-
ze (nicht blos das in Quarz sichtbare gediegene V»ld) mitQuecksilber und andere» Zusätzen geröstet, und mit einerBcitzc bearbeitet. Man nannte dieses Amalgamationsver-fahrrn durch Rösten der Erze, durch Beitzen und Laugendamals eine neue Kunst; s. Allgcm. Literatur Zei-tung 1792. Nr. ir8. S- zvo. In den Holzteeren ameri-kanischen Provinzen, die dem Spanischen Hofe gehören,hat man schon langst beym Scheiden der edeln Metalle zueiner rohen Art von Amalgamation seine Zuflucht nehmenmüssen, und daraus haben einige vermuthen wollen, daßdie Spanier einige Kenntnisse oder Nachrichten von derAmalgamation von den Mauren erhalten hätten, und Bow-lcs behauptete sogar, daß die Spanier die Amalgamationwieder erfunden hätten. Allein die vorhin angeführten Spu-ren von der Amalgamation sind älter als die, welche mauim spanischen Amerika davon auszuweisen hat. Nach U l-loa führte der Spanier D- Petro FcrnandezdeVe-lasco die Amalgamation erst 1562 in Mexico, und 1574in Peru ein, welches Verquicke» der Silbererze jedoch nurauf eine sehr unvollkommene Weise geschah. Um diese Zeitwurde auch schon in Ungarn das Gold auf diesem Wege zuGute gemacht. Im Jahr 1588 machte der Spanier I o-hanndeCordova mit Erzen aus Kaltembecge, in Böh-men, AmalgamationS. Versuche, die aber nicht glücklichabliefen. Dagegen erfand im Jahr 1609 ein andrer Spa-nier, Alonso Barba, Pfarrer zu Tiaguacauo, in derProvinz Paraycs, als er sich zu Tarabuco, einem Markt-flecken in der Provinz CharcaS, acht Meilen von der StadtPlata, aufhielt, eine neue vollkommncre Act, daS Silbermittelst des Quecksilbers auS dem Erze zu ziehen, die abernicht befolgt wurde. Man kann also den Spaniern daSVerdienst nicht absprechen, daß sie diese Kunst vervollkomm-net haben, obgleich ihre AmalgamationS-Methode noch ssschlecht war, daß sie mit der jetzigen in gar keine Verglcüchnng kommen kann. Die jetzige neue AmalgamationSme-thode erfand Herr JgnatiuS von Born, welcher jene
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