Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
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8 Amalgamatioii.

bindung des Quecksilbers mit andern metallischen Substan-zen anzeigt. Das Quecksilber verbindet sich unter alle» Me-tallen am leichtesten mit dem Golde und Silber, sehr schwermit dem Kupfer und Spießglaskönige, aber mit dem Eisenund Kobolt gar nicht. Es giebt zwey Wege, ein Amalga-ma zu machen, entweder durch bloßes Reiben, oder durchVermischung des geschmolzenen festen Metalls mit Queck-silber. In geringerer Menge mit den Metallen vermischt,macht das Quecksilber dieselben blos zerreiblich; in größererMenge bildet es mit ihnen eine Art von Teig ohne Zähigkeitund Dehnbarkeit, welchem man eigentlich den Name» crnesAmaigama beylegt. Der größte Vortheil, den dieAmalgamation gewährt, ist dieser, daß man, vermittelstderselben, Gold und Silber aus den erdigren und stcimglenMaterien, denen sie beygemischt sind, ziehen kann. EineArt des Amalgama, oder der Dkg, der aus der Vermi-schung deö Quecksilbers mir dem Golde oder Silber besteht,wie auch der Gebrauch des Quecksilbers zur Reinigung desGoldes von fremden, besonders erdichten Theile», warschon im ersten Jahrhundert bekannt; s. kVrH ////?. bür/.I.lb. zz c. 6. Auch erzählt chr'ä. Vll. c. 8. deutlich,

Laß man das Gold aus den damit gestickten Kleidern wiedererhalte, wenn man letztere zu Asche brenne, diese Auslauge,den Satz mit Quecksilber verquicke, und das Ainalgamahernach durch Leder drucke, woraus man sieht, daßdieRö-mer der Erfindung der Amalgamation sehr nahe waren.Herr Schneider, in seine» Zusätzen zum Ulloa p.252. will beweisen, daß die Kenntnisse, welche die Altenvom Amalgamiren hatten, blos aufdas Gold eingeschränktgewesen wären. Indessen hat Herr vonBorn in der un-ten angeführten Schrift dargechan, daß das Verquicke»des Goldes und Silbers schon längst zu verschiedenen Ab-sichten angewandt worden sey. Das Wort anquickenkommt schon in dem Vcrzeichniß Verlorner Acten von demGolvbergwerke zu Stein-Haidc, auf dem Thüringer Wal-de, im Jahr 1526, vor, und isz6 wurden daselbst die Er-ze